Vogtländer trumpfen im Erzgebirge auf

Thomas Ungethüm aus Klingenthal und Fabian Gering aus Plauen haben auf ihren Distanzen den Sachsentrail gewonnen. Doch auch andere Läufer kehrten zufrieden zurück.

Breitenbrunn.

Bei sommerlichen Temperaturen einen Lauf zu absolvieren, der über schmale Pfade und steile Anstiege führt, ist nicht ganz ohne. Beim Sachsentrail, der am Samstag und Sonntag auf dem Rabenberg im erzgebirgischen Breitenbrunn stattfand, haben sich mehrere Vogtländer mit Erfolg dieser Herausforderung gestellt. Thomas Ungethüm vom VfB Lengenfeld hat den langen Kanten über 71 Kilometer und 1810 Höhenmeter in Angriff genommen und nach 6:19:27 Stunden für sich entschieden.

Für den Klingenthaler war es der erste Start beim Sachsentrail. "Ich habe mich ganz spontan angemeldet. Der lange Rennsteiglauf zu Hause in Klingenthal lief richtig gut und daher habe ich das schöne Wetter und die Fitness jetzt genutzt. Es ist definitiv eine Herausforderung. Die Hitze spielt eine große Rolle, da ist viel trinken wichtig und man muss einen kühlen Kopf bewahren. Auch die Laufstrecke ist nicht das, was ich regelmäßig mache. Die Trails sind einfach mal etwas Neues."

Der Lauf rund um den Rabenberg steckte für Thomas Ungethüm voller Emotionen: "Nach zwei Kilometern bin ich derart umgeknickt, dass ich fast aufgeben musste. Das ist aber keine Option gewesen." Also hieß es Zähne zusammenbeißen und einen weiteren Fehltritt vermeiden. Dadurch ging viel Zeit verloren. "Aber ich konnte die Kräfte schonen", erzählt Ungethüm. Ab Kilometer 60 kamen die vor ihm Laufenden in Sichtweite: "Das hat in neue Lebensgeister geweckt und ich konnte tatsächlich noch alle einholen."

Für den Auerbacher Bodo Willmann vom Team Erdinger alkoholfrei war es der sechste Ultratrail über die 71 Kilometer auf dem Rabenberg. "Mir ist es vor allem wichtig, anzukommen und Spaß zu haben", sagte Willmann, der 11:20:09 Stunden unterwegs gewesen ist und damit in seiner Altersklasse (55-59) Platz 16 belegte. Beim Rennen über 35,4 Kilometer und 910 Höhenmeter hat sich mit Angela Frisch vom ESV Lok Adorf eine Vogtländerin in 4:34:58 Stunden den Sieg in ihrer Altersklasse (55-59) gesichert.

Auch beim so genannten Quartertrail über 19,9 Kilometer, bei dem 490 Höhenmeter zu absolvieren waren, hatten Vogtländer die Nase vorn. Platz 1 ging an Fabian Gering vom Team Gering Asics Frontrunner. Der Plauener ist die Strecke in 1:25:32 Stunde gelaufen. Zweiter wurde der Reumtengrüner Matthias Flade vom DJK SC Vorra/new balance Team. Seine Zeit: 1:29:03 Stunden. Er war froh, dass Trailrunning endlich wieder möglich ist und total happy, dass er bei einem stark besetzten Teilnehmerfeld als Gesamtzweiter ins Ziel gekommen ist. Neben dem Erfolg hat auch er wie Thomas Ungethüm eine schmerzliche Erinnerung mitgenommen. Drei Kilometer vor dem Ziel war er in einer matschigen Kurve gestürzt.

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