Weischlitz will in Kürbitz Revier markieren

Ein Treffen der Liga-Urgesteine, ein ungleiches Duell und ein Pflichtspiel, das es schon seit über 30Jahren nicht mehr gab. Die Palette des zehnten Spieltags in der Fußball-Vogtlandklasse könnte bunter nicht sein.

Plauen.

Die beiden einzig noch verbliebenen Gründungsmitglieder, Adorf und Neumark, bestreiten das Spitzenspiel des zehnten Spieltags in der Fußball-Vogtlandklasse. Der Dritte erwartet dabei den Vierten. Wenn Tabellenführer Erlbach beim Reichenbacher FC II gastiert, begegnen sich dort jene Teams, die die meisten beziehungsweise wenigsten Tore geschossen und bekommen haben. Die meisten Zuschauer werden diesmal bei der SG Kürbitz erwartet. Nach drei Jahrzehnten duelliert sie sich mit dem FSV Bau Weischlitz wieder einmal in einem Punktspiel. Im Tabellenkeller kämpfen die SpVgg Heinsdorfergrund und der SV Coschütz gegen ihren Negativtrend an. Concordia Plauen will nach dem erstmaligen Einzug ins Pokalhalbfinale endlich auch in der Liga Fahrt aufnehmen.

SpVgg Grünbach-Falkenstein - Concordia Plauen. Sieben Tore - elf Punkte: die Spielvereinigung ist der Minimalist der Spielklasse. Bereits fünfmal teilte sie sich die Punkte. Mit Ausnahme der 1:2-Heimniederlage gegen Jößnitz fielen in allen anderen Partien maximal zwei Treffer. Ausgerechnet jetzt kommt mit Concordia praktisch der Gegenpol: Bei ihr fielen durchschnittlich knapp fünf Tore im Spiel, sie hat den drittbesten Sturm und die zweitschlechteste Defensivreihe. Bereits einmal standen sich beide in dieser Saison gegenüber. Im Pokalachtelfinale behielten die Plauener zu Hause nach Verlängerung die Oberhand.

Reichenbacher FC II - BC Erlbach. Erlbach will weiter an der Spitze der Tabelle bleiben und setzt dabei auf seinen Offensivstil. Schon 31-mal traf der BC, so oft wie kein Anderer. Der RFC dagegen taumelt in Richtung Kreisliga, ging bisher nur einmal als Sieger vom Platz. Er muss dringend Punkte sammeln, um den Kontakt zum rettenden Ufer nicht schon abreißen zu lassen. Der Rückstand ist bereits auf fünf Zähler angewachsen. Mit breiter Brust fahren die Erlbacher zu ihrem Auswärtsspiel. Alle Spiele auf fremdem Platz gewannen sie.

SG Jößnitz - SV Merkur Oelsnitz II. Die Heimbilanz der SG ist makellos. Dass ausgerechnet Merkur diese Serie durchbrechen kann, scheint zumindest fraglich zu sein. Der Neuling hat zuletzt etwas nachgelassen, aber nach unten noch fünf Punkte Luft. Damit es dabei bleibt, muss Merkur jetzt auswärts bis zur Winterpause einige Zähler mit nach Hause nehmen, denn alle fünf Spiele bis dahin werden auf des Gegners Platz ausgetragen. Die bisher letzten beiden Male, als sich beide gegenüberstanden, wurden die Punkte geteilt: 2:2 und 0:0. In der Vorwoche verpassten es die Jößnitzer, im Duell mit Erlbach gleichzuziehen, schluckten kurz vor Ende noch den Ausgleich.

VFC Adorf - SpVgg Neumark. Hat Neumark das Zeug zum Aufstieg? Der November wird es zeigen, wenn es gegen alle anderen Spitzenteams geht und die Ungeschlagenserie auf dem Prüfstand steht. Adorf hat zu Hause gegen Jößnitz verloren und in Erlbach einen Punkt geholt. Das kommende Duell ist der Dauerbrenner der Vogtlandklasse. 14 Vergleiche der beiden einzig noch verbliebenen Urgesteine stehen schon zu Buche. Nur einmal gab es dabei ein Remis. Achtmals gewann der VFC, fünfmal die Spielvereinigung.

SG Kürbitz - FSV Bau Weischlitz. Wer ist die Nummer 1 der Gemeinde? In diesem Derby geht es um mehr als drei Punkte. Nach drei sieglosen Auftritten muss der gastgebende Aufsteiger seine Blicke nach unten richten, während sich der FSV mit vier Siegen aus fünf Spielen in der oberen Hälfte festgesetzt hat. Kürbitz baut auf seine Heimstärke. Immerhin blieb die SG bis zum 1:2 zuletzt gegen Neumark fast ein Jahr daheim ungeschlagen. Der bisher letzte Vergleich zwischen beiden liegt schon 30 Jahre zurück. In der Saison 1987/88 gewann Weischlitz beide Male (1:0, 2:0) und stieg am Ende in die Bezirksklasse auf. Danach trennten sich die Wege.

SpVgg Heinsdorfergrund - VfL Reumtengrün. War das Remis in Neumark die Wende zum Positiven? Nach fünf Niederlagen konnten die Heinsdorfer ihren Sinkflug stoppen. In einem Formhoch befindet sich der VfL. Angesichts von fünf Startpleiten von einigen vorschnell zum kommenden Absteiger erklärt, ließ Reumtengrün jeweils zwei Siege und Unentschieden folgen und hat sich von den Abstiegsrängen geschoben. Im Kalten Feld will der VfL natürlich nachlegen.

SG Stahlbau Plauen - SV Coschütz. Mit zwei Siegen hat Stahlbau seine Startflaute beendet, blieb dabei sogar jeweils ohne Gegentor. Coschütz gegen das man das erste Pflichtspiel überhaupt bestreitet, muss langsam etwas tun, um nicht den Kontakt zum rettenden Ufer abreißen zu lassen. Drei Spiele blieb der SV ohne Punkt. Auswärts gab er stets die Zähler ab. Obendrein stellt Coschütz die wackeligste Hintermannschaft (27 Gegentreffer). Es spricht daher vieles dagegen, dass vom Lindentempel etwas Zählbares mit nach Hause genommen wird..

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