Zum Auftakt kommt der Favorit

Nach dem dritten Aufstieg in Folge schlagen die Reichenbacher Volleyballerinnen nach 14 Jahren wieder in der Regionalliga auf. Die Mannschaft erwarten dabei ganz neue Herausforderungen.

Reichenbach.

Mit einem Heimsieg dürfte es für die Volleyballerinnen des FSV Reichenbach am Samstagabend ab 19 Uhr in der Sporthalle der Weinholdschule ganz schwer werden. Zumindest aus Sicht von Trainer Frank Sommer: "Mit dem Chemnitzer VV kommt gleich der Staffelfavorit zu uns. Da gilt es einfach, sich so teuer wie möglich zu verkaufen." Gegen insgesamt zehn Mannschaft müssen sich die Reichenbacher Wildcats in der Regionalliga Ost behaupten. Nach dem Aufstieg als Zweiter der Sachsenliga steht der Klassenerhalt an oberster Stelle.

Zwar hatte Frank Sommer schon im Vorjahr einen ähnlichen Durchmarsch wie in der Saison 2017/18 in der Sachsenklasse - damals war Reichenbach als Aufsteiger nach 15 Siegen in 16 Spielen Meister geworden - ausgeschlossen. Diesmal aber sei das wirklich eine ganz andere Nummer. "Wir spielen jetzt gegen die Mannschaften aus Leistungszentren wie Erfurt oder Dresden. Im Gegensatz dazu sind wir ein reines Amateurteam, bei dem nicht einmal zu jeder Trainingseinheit alle Spielerinnen da sein können", sagt Frank Sommer. Auch könne man als Verein keine finanziellen Anreize schaffen, um Spielerinnen nach Reichenbach zu locken. "Das macht aber auch den Zusammenhalt bei uns aus. Wir haben hier keine Söldner", betont der Trainer, der nach wie vor auf seine Kernmannschaft der vergangenen Jahre vertrauen kann. Zwar fallen mehrere Spielerinnen durch Schwangerschaft und Babyjahr aus, mit drei Zugängen sieht sich der FSV aber gut für die Regionalliga gerüstet.

Wie das Niveau dort ist, wissen Sophie Philipp und Emma Vogel. Die beiden kommen vom Ligakontrahenten SSV Fortschritt Lichtenstein nach Reichenbach. Dessen Team war im Frühjahr nach der besten Saison seiner Vereinsgeschichte auseinandergefallen, nun geht der Verein mit seiner im Vorjahr in der Sachsenliga spielenden zweiten Mannschaft in der Regionalliga an den Start. "Sophie Philipp etwa kenne ich aus vielen Vergleichen in der Jugend. Dass sie sich für uns entschieden hat und nicht wie ein Großteil der Lichtensteiner Mannschaft nach Chemnitz wechselte, freut mich sehr. Sie ist wirklich eine Bereicherung für jedes Team", sagt Frank Sommer. Ebenfalls über Regionalliga-Erfahrung verfügt Teresa Neuhäuser, die auch in Lichtenstein aktiv war. Aufgrund des großen Kaders und weil sie selbst ein wenig Trainingsrückstand hat, gehört sie zunächst fest zum Kader des FSV II in der Bezirksklasse. Nicht ganz so neu in Reichenbach ist Judith Höfer, die vom SV Ortmannsdorf aus der Bezirksklasse kommt. Sie hatte sich bereits im Vorjahr beim Verein gemeldet und in der vergangenen Saison einmal pro Woche mittrainiert. Im Frühjahr erfolgte dann der Wechsel zu den Wildcats. Gespannt ist Trainer Frank Sommer nicht nur, wie sich seine Mannschaft sportlich schlagen wird. Eine Herausforderung wird für ihn auch sein, wie das Team mit Niederlagen umgeht: "In solchen Situationen zeigt sich die Stärke einer Mannschaft."

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