Zurück aus Sibirien mit Edelmetall im Gepäck

Flossenschwimmen: Für Nemo-Athleten gibt's bei Weltcup vier Medaillen

Tomsk.

Viel besser hätte es beim Weltcup-Finale im Flossenschwimmen im russischen Tomsk für die Teilnehmer des TC Nemo Plauen nicht laufen können. Mit viermal Edelmetall im Gepäck treten sie gemeinsam mit Heimtrainer Frank Hannich und Bundestrainer Lutz Riemann die Heimreise aus Sibirien an. Die Freude über das Erreichte war Hannich, der ständig mit dem Vorstand des Plauener Vereins via E-Mail und Telefon in Kontakt stand, anzumerken. "Jetzt werden die Erfolge aber so richtig gefeiert", sagte er nach dem Wettkampf.

Max Poschart, der über die Distanzen 50 und 200 Meter Flossenschwimmen jeweils den dritten Platz belegte, konnte über die Strecke von 100 Meter Flossenschwimmen noch einen draufsetzen und unterstrich mit einem zweiten Rang seine diesjährigen Topleistungen. In der Weltcup-Liga schwamm er so ebenfalls auf Platz 2. Nur weil Malte Striegler, der bis vor dem Finale auf Platz 1 lag, auf Grund anderer Verpflichtungen im russischen Tomsk nicht teilnehmen konnte, gab es keinen Doppelerfolg für die Plauener.

Auch die Ehefrau des amtierenden Weltmeisters Max Poschart, Elena, wusste zum perfekt organisierten Finale zu überzeugen. So reihte sie sich mit Platz 3 über 800 Meter Flossenschwimmen in die Medaillenriege ein, schwamm über 200 Meter auf Platz 6 und über 400 Meter Flossenschwimmen in persönlicher Bestzeit auf Rang 4.

Sportsoldat Sidney Zeuner überzeugte mit seinen Ergebnissen und Platzierungen über die für ihn zu absolvierenden Distanzen mit persönlichen Bestleistungen. Anastasia Herbst, Nachwuchstalent des TC Nemo Plauen, setzte bei ihren Wettkämpfen über 50 Meter Streckentauchen und 200 Meter Flossenschwimmen mit jeweils persönlichen Bestzeiten ein Achtungszeichen. Dazu Hannich: "In ihr steckt viel Potenzial. Für Anastasia ist es möglich, mit diszipliniertem Training künftig zur nationalen Spitze in dieser Sportart zu gehören."

Die momentan noch für den TC Bergstadt Freiberg und ab 2017 für Nemo Plauen an den Start gehende Flossenschwimmerin Julia Prochaska schnupperte in Sibirien schon einmal Wettkampfluft auf internationaler Ebene. So hatte sie die Möglichkeit, sich mit den Besten der Welt zu messen und konnte, auch wenn es noch nicht für vordere Platzierungen gereicht hat, ihre Trainingsergebnisse gut im Wasser umsetzen.

Beim abschließenden Super-Sprint-Cup, dem Höhepunkt der zu Ende gehenden Weltcup-Serie 2016, ging Max Poschart in der mit 1500 Zuschauern restlos ausverkauften Schwimmhalle in Tomsk noch einmal an den Start und wollte die für ihn so erfolgreiche Saison krönen. Für den Sieger des Wettbewerbes, bei dem acht Flossenschwimmer im K.o.-System gegeneinander antreten und in einem Abstand von jeweils zehn Minuten drei Disziplinen (50 Meter Apnoetauchen, 50 Meter und 100 Meter Flossenschwimmen) bewältigen müssen, wurde seitens des Weltverbandes ein Preisgeld in Höhe von 1500 US-Dollar ausgelobt. Letztlich reichte es für Poschart nach einem sehr kräfteraubenden Wettkampfwochenende zu Platz 5.

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