Zwickau bietet Torgala zum Rodewischer Jubiläum

Seit 111 Jahren wird in der Stadt Fußball gespielt. Die Bürgermeisterin verwies vor 620 Zuschauern auf die guten Bedingungen im Stadion und wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Rodewisch.

Ein großes Fußballfest, ein prominenter Gegner, der eine Torgala bot, und trotz des 0:13-Debakels auch viele zufriedene Gesichter im Rodewischer Lager. "Das war richtig guter Fußball, den die Zwickauer geboten haben, mit hohem Tempo und vielen guten Ballkombinationen", applaudierte der Rodewischer Zuschauer Matthias Junker. 111 Jahre Fußball in Rodewisch, das war ein Grund zum Feiern. "Eigentlich wollten wir so ein Spiel schon zum 110. Jubiläum im Vorjahr machen, aber da waren wir terminlich etwas spät dran. Schön, dass es jetzt geklappt und der FSV auf unsere Anfrage sofort zugesagt hat", erklärte Stefan Gäbler, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Rodewisch.

Den Kontakt zum Drittligisten hatte der Rodewischer Trainer Andreas Wolf hergestellt, der mit seiner Malerfirma schon einige Male im Funktionsgebäude und Kabinentrakt des neuen Zwickauer Stadions gearbeitet hat. "Ein prima Verein, eine sportlich starke und charakterlich gute Mannschaft, also gab es keine Frage, dass wir zum Jubiläum gegen den FSV Zwickau spielen wollten", sagte Wolf.

Die Rodewischer Bürgermeisterin Kerstin Schöniger ließ es sich nicht nehmen, kurz vor dem Anpfiff dem Heimverein zum Jubiläum zu gratulieren und den Drittligisten zu begrüßen: "Für uns ist es eine große Ehre, dass der FSV Zwickau der Stadt Rodewisch seine Aufwartung macht und den Höhepunkt zu diesem Fest bietet", betonte Schöniger. Sie verwies auch darauf, dass sich mit dem neuen Kunstrasenplatz die Bedingungen für den Fußball weiter verbessert hätten. Großer Applaus im weiten Stadionrund, als Schöniger zum Ehrenmitglied des 1. FC Rodewisch ernannt wurde.

Auf dem Spielfeld kannte der FSV keine Gnade und legte dem Vertreter der Vogtlandliga vor 620 Fans 13 Treffer ins Netz. "Ich erwarte, dass die Jungs auch in solchen Testspielen immer Vollgas geben. Nur wenn wir in der Vorbereitung ans Limit gehen, können wir in der dritten Liga bestehen", sagte FSV-Trainer Joe Enochs nach dem Abpfiff und lobte die wohltuende Atmosphäre sowie die perfekte Organisation. "Wir spielen gern in der Region, weil es hier viele bodenständige Vereine gibt und wir immer gut aufgenommen werden. Mit diesem Spiel wollten wir den Fans in Rodewisch Dankeschön sagen", so Enochs.

Danny Remter hatte in der Vogtlandliga 14 Tore erzielt und wollte auch gegen den FSV treffen. "Unser Ziel war es einen Treffer zu erzielen. Doch die Zwickauer haben nicht nur Tore geschossen, sondern auch stark verteidigt. Da hat man es sehr schwer, sich eigene Chancen zu erarbeiten", erkannte Remter die Überlegenheit des Profiteams an.

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