Raffael und die Madonna

Der Zwinger präsentiert den Ausnahmekünstler vom Frühwerk bis zur Meisterschaft

Nachdem die Gemäldegalerie "Alte Meister" den Ausnahmekünstler Raffael anlässlich seines 500. Todestages bereits mit zwei Ausstellungen gewürdigt hat, lenkt sie mit der Schau "Raffael und die Madonna" die Aufmerksamkeit auf einen zentralen Aspekt seines Werkes: die Präsentation der Madonna mit Kind.

Das wohl prominenteste Kunstwerk der Gemäldegalerie Alte Meister - die Sixtinische Madonna - gibt das Thema dieser Ausstellung vor. Durch eine Neuinszenierung im musealen Raum wird der ursprüngliche Anbringungskontext thematisiert. Dem Altargemälde wird eine angedeutete Chorschranke mit einem Kruzifix gegenübergestellt. Die erschrockenen Blicke des Jesuskindes und seiner Mutter richten sich nun, wie einst in der Klosterkirche San Sisto in Piacenza, auf die Rückseite des Kreuzes. Erstmals seit dem Ankauf durch August III. im Jahre 1754 wird der reiche Sinnzusammenhang und die theologische Bedeutung der Sixtinischen Madonna für das Publikum erfahrbar.

Im Semper-Kabinett liegt der Fokus auf dem Frühwerk Raffaels und dem Bildthema der Madonna mit Kind. Meisterwerke aus dem Sammlungsbestand der Gemäldegalerie, darunter Werke von Andrea Mantegna, Sandro Botticelli, Lorenzo di Credi und Lorenzo Lotto beleuchten die unterschiedlichen künstlerischen Darstellungen des Sujets. Sie werden von historischen Kopien nach Werken von Raffael, wie der Schönen Gärtnerin, ergänzt. Durch diese Gegenüberstellung wird nicht nur die Innovationskraft Raffaels deutlich, sondern auch ein neuer Blick auf die Dresdner Maria mit Kind-Darstellungen eröffnet.

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