OB Ludwig äußert sich zum Insolvenzantrag des CFC

Chemnitz. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig hat die Entscheidung des Stadtrates Ende vergangenen Jahres, dem Fußballverein Chemnitzer FC 1,26 Millionen Euro zu überweisen, auch nach dessen Antrag auf Insolvenz verteidigt.

Das Geld sollte eigentlich dafür verwendet werden, die Zahlungsunfähigkeit abzuwenden, sagte sie am Dienstag vor Pressevertretern. Gereicht hat es nicht. Die Schulden beziffert der CFC-Vorstand mit 2,5 Millionen Euro. Am Dienstag vergangener Woche stellte er den Antrag auf Insolvenz. Nun äußerte sich Ludwig erstmals persönlich dazu. Verteidigt hat sie dabei auch den Stadionbau. Die Investition von 25 Millionen Euro sei notwendig und ohne Alternative gewesen.

Ludwig hofft, dass es der Vereinsführung gelingt, den CFC schnell zurück in den Profifußball zu bringen. (micm/dy)

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2Kommentare
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  • 4
    1
    Slash140786
    18.04.2018

    Bin hin- und hergerissen was die Rolle von OB B.L. betrifft. Das der CFC mehr Anhänger hat als Bahnradfahren oder andere "olympische" Sportarten kann man bedauern - dies ist aber ein Umstand der nur schwer geleugnet werden kann. Des Weiteren muss Herr Hänel ab 2006 auch irgendwann etwas richtig gemacht haben in der Zeit in welcher der CFC von der Oberliga in die 3. Liga aufgestiegen ist, sodass man auch verstehen kann, das sie ihm ein gewisses Vertrauen entgegengebracht hat. Sie drückt sich sehr ungeschickt aus, wenn sie von alternativlos spricht und sie steht jetzt für Entscheidungen gerade, die sie irgendwann selbst getroffen oder an andere - vielleicht oft leichtfertig- delegiert hat. Ich teile auch die Meinung, dass man Geld was einem selbst nicht gehört schneller ausgibt, als welches das man selbst verdient hat oder für dessen Ausbleiben man wirklich existentiell gerade stehen muss. Die andere Frage ist, was hätte man über sie gesagt wenn sie die Million nicht locker gemacht hätte? Ab einem gewissen Punkt ist es eben schwer eine Entscheidung wieder rückgängig zu machen.

  • 17
    12
    587977
    17.04.2018

    Alternativlos ist nichts im Leben. Erinnert stark an den Duktus von Dr. Merkel. Zum Geld: es lässt sich leicht ausgeben und abschreiben, wenn man dafür nicht die monetäre Verantwortung tragen muss, insofern ist Fr. Ludwig zwar eine regionale Spitzenpolitikerin, aber noch weit von Entscheidungen entfernt, die gestandene Unternehmer zu fällen haben.



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