Nach Brandanschlag von Plauen: Störer attackierten Polizist

Plauen. Nach dem Brandanschlag auf ein Mietshaus an der Plauener Trockentalstraße hat die Staatsanwaltschaft Zwickau gegen zwei Personen Ermittlungen aufgenommen: wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Körperverletzung. Nach Angaben von Sprecher Jürgen Pfeiffer sollen die beiden Anwohner Polizisten beschimpft und beleidigt haben, die dort am 29. Dezember neben Feuerwehr, Sanitätern und Helfern im Einsatz waren. Außerdem hätten sie mehrfach laut gerufen, man solle die Bewohner des angezündeten Hauses verbrennen lassen, so Pfeiffer. Ihnen wird auch vorgeworfen, mit den Fäusten auf einen Beamten losgegangen zu sein. Der habe die Schläge allerdings abwehren können, sodass er nicht verletzt worden sei, erklärte der Sprecher.

Pfeiffer zufolge gehören die Beschuldigten zu einigen Personen, die nach Angaben von zwei Ersthelfern auf der gegenüberliegenden Straßenseite standen und sich durch Rufe äußerten. So soll auch die Frage gestellt worden sein, warum die beiden Plauener den Hausbewohnern denn helfen würden. Auch der Ruf "Sieg heil" soll darunter gewesen sein. Die jungen Männer (18 und 19) waren mit dem Auto zu einer Feier unterwegs gewesen und hatten panische Menschen am Straßenrand sowie Qualm bemerkt. Sie hielten an und retteten mehrere Leben.

Verdächtigt, das Feuer im Keller des Hauses gelegt zu haben, wird ein Plauener (25). Grund soll Streit mit dem Vermieter gewesen sein. Der 25-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird nun wegen Mordversuchs ermittelt.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...