Barbara Ludwig fordert: CFC muss sich zusammenreißen

Nach der Winterpause starten die Fußballer heute mit einem schweren Auswärtsspiel beim Spitzenreiter Heidenheim. Freie Presse hat Politiker, Trainer und Vereinspräsidenten gefragt, wo sie das Team in der Rückrunde sehen. 

Christian Scharf:. Eine "Wundertüte" sei der CFC in dieser Saison, sagt der Präsident von Rapid Kappel Chemnitz. Für die zweite Saisonhälfte sei es entscheidend, wie die Mannschaft nach der Winterpause aus den Startlöchern kommt: "Wenn der CFC die ersten Partien gleich wieder nur unentschieden spielt, dann wird es bis zum Schluss eng und man muss mit dem Schlimmsten rechnen." Ein, zwei Siege gleich zu Beginn, und das Team werde sich im Mittelfeld wiederfinden, sagt Scharf. Beim heutigen Spiel in Heidenheim sei allerdings schon ein Remis ein Erfolg. Scharf sieht Spieler und Trainer in der Pflicht: "Das Umfeld hat alles getan. Es wurden gute Spieler geholt und der Stadionbau beschlossen." Ein Abstieg sei auch deswegen "für die gesamte Region sehr schlecht."

Simone Kalew: Auch für die GGG-Geschäftsführerin ist der Auftakt in die Rückrunde entscheidend. Als Zeichen dafür, dass der CFC sein Potenzial abrufen kann, sieht Simone Kalew den Auftritt der Heine-Elf gegen Kaiserslautern und das letzte Auswärtsspiel, als die Mannschaft unerwartet in Osnabrück gewann. Das, so Kalew, sollte Auftrieb geben. Dass mit Heidenheim der Tabellenführer wartet, sei kein Nachteil: "Vielleicht fühlen sich die Spieler in dieser Außenseiterrolle ganz wohl, sodass die Mannschaft wiederholt bei einer Spitzenmannschaft überraschen kann." Und wenn es am Ende doch nicht reichen sollte? "Dieses Szenario möchte sich keiner ausmalen", sagt Kalew.

Heiko Schinkitz: Gut vorbereitet für die anstehenden Spiele sieht der Präsident des Chemnitzer Stadtsportbundes die CFC-Fußballer: "Sie waren bei uns am Olympiastützpunkt zur Leistungsdiagnostik. Die Voraussetzungen sind okay." Das Team habe mindestens das Potenzial für einen Mittelfeldplatz - und werde ihn auch erreichen, so Schinkitz: "Es kann ja auch nicht sein, dass eine Mannschaft eine ganze Saison lang nicht ihre Möglichkeiten abruft." Der Abstieg aus der 3. Liga wäre aus seiner Sicht eine Katastrophe, vor allem auch für die Jugend. Fußball sei in Anbetracht der Anzahl der Vereine und Mitglieder der bedeutendste Sport in Chemnitz: "Jeder, der Fußball spielt, orientiert sich am leistungsstärksten Verein. Der CFC hat damit eine Vorbildrolle."

Katja Uhlemann: Biss und Leidenschaft, das sind für die Rathaussprecherin, die regelmäßig die Spiele des CFC verfolgt, die entscheidenden Tugenden, die die Mannschaft für die Rückrunde braucht: "In den letzten Spielen konnte man das schon deutlicher sehen. Genau wie die Handschrift von Karsten Heine." Wenn es nun gelingen würde, an die zuletzt guten Auftritte anzuknüpfen, die Leistung noch zu steigern und die wieder gesunden Rückkehrer in die Mannschaft einzubinden, "dann gibt es guten Fußball an der Gellertstraße", ist sich Uhlemann sicher. "Extra-Energie" sollte zudem der gerade begonnene Stadion-Umbau liefern.

David Klenner: Keine Sorgen macht sich der Trainer von Fortuna Chemnitz. Der CFC sei eine geschlossene, aber eben noch junge Mannschaft, die sich noch finden muss, findet der David Klenner: "Die Mannschaft hat viele Spiele verloren, weil sie keine Tore erzielt hat, nicht weil sie so schlecht war." Mut macht ihm auch der Auftritt des CFC gegen Kaiserslautern, als die Chemnitzer dem Zweitligisten ein 0:0 abrangen: "Das war ein gutes Spiel." Dass die Chemnitzer nun gleich zum unangefochtenen Spitzenreiter müssen, sei kein Nachteil: "Selbst wenn sie dort verlieren, aber mit einer guten Leistung rausgehen, kann das für die restliche Saison ein gutes Zeichen sein." Die Saison, ist sich Klenner sicher, werden die Chemnitzer auf einem Mittelfeldplatz beenden: "Der momentane Rang trügt. Die Truppe ist qualitativ gut."

Barbara Ludwig: Die Oberbürgermeisterin stimmt nicht so recht in den Kanon der anderen Funktionäre ein, die dem Chemnitzer FC insgesamt keine allzu schlechten Leistungen in der Hinrunde bescheinigen. Barbara Ludwig erhöht indes den Druck auf die CFC-Spieler: "Ich habe nur eine Erwartung. Ganz deutlich formuliert heißt die: Die Mannschaft muss sich zusammenreißen und zusammen spielen. Dann sehen wir endlich wieder spannende und hoffentlich erfolgreiche Spiele."

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