Fünf Miezen ärgern die Konkurrenz

Mit einem Sieg und einem Remis hat sich Rodewisch am Schluss-Wochenende der Schach-Bundesliga der Frauen trotz Handicap auf Platz 5 verbessert.

Friedberg.

Auf ein turbulentes Wochenende blicken die Rodewischer Schachmiezen zurück. Sie wollten am Wochenende den Tabellendritten SK Schwäbisch Hall zumindest ärgern und ihren ersten Sieg über die Schachfreunde Friedberg (Dritter der Vorsaison) feiern. Aber das Unternehmen kam schon am Freitagnachmittag am Flughafen in Madrid ins Stocken, wo Anna Rudolf durch eine kurzfristige Umplanung der Airline ausgebremst wurde. Da ein neues Flugticket ein Vielfaches gekostet hätte, entschieden sich die Schachmiezen, zu fünft in Friedberg anzutreten.

Wie so oft in dieser Saison wuchs die Mannschaft gegen Top-Teams über sich hinaus und trotzte am Samstag sensationell dem Favoriten aus Schwäbisch Hall, der an vier der verbleibenden fünf Bretter viel stärker besetzt war, ein 3:3 ab. Martina Korenova glich bereits nach zwei Stunden zum 1:1 aus. Auch alle anderen Partien standen nicht schlecht. Nach Punkteteilungen von Claudia Steinbacher und Alena Kubikova hieß es 2:2. Als Julia Kochetkova nach fünf Stunden aufgab, musste es Anastasia Bodnaruk am Spitzenbrett richten. Sie zauberte das Endspiel sehenswert zum Sieg und somit zum 3:3. Das gab lange Gesichter beim Gegner.

Am Sonntag ging es für die Vogtländerinnen erneut zu fünft gegen sechs Friedbergerinnen darum, vielleicht erneut ein 3:3 zu erreichen. Nach drei Stunden stand keine Rodewischerin schlechter, Anastasia Bodnaruk schon besser. Den ersten halben Punkt holte Julia Kochetkova. Kurz darauf verlor Martina Korenova jedoch ihre Partie. Beim Stand von 0,5:2,5 musste schon ein größeres Wunder her.

Aber nach 4,5 Stunden Spielzeit passierte Unglaubliches. Claudia Steinbachers Gegnerin zog einen ganz schlechten Zug, die Partie kippte komplett und Claudia Steinbacher gewann. Auch die Gegnerin von Alena Kubikova spielte das Turm-Bauern-Endspiel zu ungenau, was die Mieze zum 2,5:2,5-Ausgleich nutzte. So waren wieder fünf Stunden gespielt und wieder war es Anastasia Bodnaruk, die am Spitzenbrett in einem sehr schwierigen Dame-Leichtfigur-Bauernendspiel die Ruhe behielt und überzeugend gewann. Somit hieß es 3,5:2,5 für die am Ende auf Platz 5 einkommenden Rodewischerinnen.

Den Kampf um die Vizemeisterschaft gewann Schwäbisch Hall gegen den entthronten Meister aus Bad Königshofen mit 3,5:2,5. Der OSC Baden-Baden gewann auch die beiden letzten beiden Spiele und wurde verlustpunktfrei Meister.

Statistik Saisonpunkte für Rodewisch: Martina Korenova (6,0 Punkte aus 11 Spielen), Anastasia Bodnaruk, Regina Theissl-Pokorna (beide 5,0 aus 7), Julia Kochetkova (5,0 aus 9), Claudia Steinbacher (4,0 aus 9), Zuzanna Stockova, Alena Kubikova (beide 3,0 aus 5), Hana Kubikova (3,0 aus 6), Magdalena Miturova (1,5 aus 3), Anna Rudolf (1,0 aus 2).

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