Keine Tour läuft wie die andere

Exakt 1045 Wanderfreunde haben am Sonntag für die 39. Erlbacher Bergwanderung ihre Schuhe geschnürt. Kein Rekord, aber auch kein Grund für die Organisatoren, griesgrämig zu sein.

Erlbach.

Angesichts der Massen, die sich schon ab dem frühen Sonntagmorgen am Freilichtmuseum in Eubabrunn einfanden und bis gegen 10 Uhr vermehrten, um eine der vier Routen in Angriff zu nehmen, lässt sich eines glasklar sagen: Die Bergwanderung ist eben die Bergwanderung und als solche ein Höhepunkt im Leben von Erlbach. Ein anderer: Die Kirwe, auch wenn es bis zum dritten Oktoberwochenende noch etwas dauert. Zumindest machte die Kirwe-Hymne - sie dröhnte mehrfach aus dem Lautsprecher durch den Museumshof - schon jetzt Appetit auf die vier harten Tage.

Einst brachte der Zwotaer Heimatdichter Max Schmerler folgende Zeilen zu Papier: "Meine Baa, ach, meine Baa, trogt mich über Stock ond Staa, trogt mich über Berg ond Tol, dorch de Haamet tausendmal!" Sie könnten getrost als Motto auch für die Bergwanderung gelten, die Jahr für Jahr Wanderer aus aller Welt anlockt. Tatsächlich, denn am Sonntag waren Heike und Andreas Wolf unter den Teilnehmern. Sie arbeiten zurzeit in Indien und ließen es sich als geborene Erlbacher in ihrem seltenen Heimaturlaub nicht nehmen, die Wanderschuhe zu schnüren. Ihr begeistertes Fazit: "Alles ist toll organisiert." Für internationales Flair sorgten auch tschechische Wanderfreunde, die per Bus anrückten.

Obwohl die Bergwanderung auf ein Jubiläum im nächsten Jahr zusteuert, läuft keine so wie eine vorherige ab. Abgesehen vielleicht davon: Frank Penzel war zum zehnten Mal Leiter für die geführte Wanderung zum Hohen Stein, die vor allem wieder von jungen Familien genutzt wurde.

Neu am Sonntag war: Erstmals trugen sich Schüler der Klasse 5c des Gymnasiums Markneukirchen und ihre Eltern in die Startliste ein. Vater Mario Weller erklärte: "Wir wollen gemeinsam wandern, um uns besser kennenzulernen. Sonst gibt es dafür nur selten eine Gelegenheit." Für eine Premiere sorgte auch der Wanderverein aus Luby/Schönbach, worüber sich die Erlbacher Organisatoren um Vereinschef Sebastian Schüller besonders freuten: "Unsere tschechischen Freunde haben von sich aus sofort gesagt, dass sie auf dem Hohen Stein einen Kontroll- und Versorgungspunkt betreuen, obwohl in diesem Jahr keine Route zu ihnen führt."

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