Mylauer Eisschnellläufer sichert sich souverän den Meistertitel

Manuel Zähringer lief der deutschen Konkurrenz in seiner Altersklasse am Wochenende davon. Mit dem Erfolg schaffte er einen Hattrick.

Erfurt.

Die Sprintstrecken liegen Eisschnellläufer Manuel Zähringer nicht so. Und so musste der Sportler vom TSV Vorwärts Mylau bei der Deutschen Meisterschaft am Wochenende in Erfurt laut Trainer Reiner Roth erst einmal schlucken, als er nach dem Auftaktrennen über 500 Meter zunächst nur auf Rang 3 in der Altersklasse 14 lag. "Nach dem zweiten Lauf über 1500 Meter war Manuel aber schon an der Spitze und hat sich den Gesamtsieg nicht mehr nehmen lassen", sagt Roth, der den Meistertitel seines Schützlings als richtig großen Erfolg einschätzt.

Bei seinen drei souveränen Streckensiegen über 1000, 1500 und 3000 Meter verwies Zähringer die Konkurrenz jeweils klar auf die Plätze. Und das, obwohl er im Vergleich mit den Sportlern etwa aus Erfurt oder Dresden keine Großbahn vor der Haustür hat. Mehrmals in der Woche machen sich die Mylauer für das Training auf den Weg nach Chemnitz. Dass sich der Aufwand lohnt, unterstrichen in Erfurt auch die weiteren Starter aus dem Vogtland.

Mit Jacob Seifert (AK 14) sowie Benjamin Derksen, Johann Baron und Franziska Fiebig (alle AK 13) hatten sich vier weitere Mylauer für den Saisonhöhepunkt in der Gunda- Niemann-Stirnemann-Halle qualifiziert. Dauergast bei der Siegerehrung war neben Zähringer auch Benjamin Derksen. "In der Altersklasse gibt es zwei Überflieger. Dahinter sind einige Sportler auf ähnlichem Niveau, sodass Rang 3 der Wunschgedanke war. Benjamin hat sich dieses Jahr gut entwickelt und die Chance, die da war, genutzt" so Reiner Roth, der sich neben drei dritten Plätzen und einem vierten Rang seines Sportlers über die vier Strecken auch über drei persönliche Bestleistungen freuen konnte.

Nicht ganz so glücklich drein schaute Jacob Seifert (AK 14). Er lief über die 1500 und 3000 Meter zwar jeweils auf Rang 3, hatte sich über die kürzeren Distanzen (500/1000 Meter) aber zuviel Zeitrückstand eingehandelt. So machte er auf der abschließenden 3000-Meter-Strecke zwar rund 15 Sekunden auf den Drittplatzierten gut, doch auf das Podest reichte es nicht ganz, und Seifert wurde Fünfter im Feld der 15Sportler. Johann Baron (AK 13) stürzte gleich im ersten Lauf über 500 Meter und konnte diesen Zeitverlust nicht mehr aufholen. Am Ende stand Rang 12. Im Feld der 36Mädchen in der AK 13 lief Franziska Fiebig auf Rang 24 und schaffte zweimal Bestzeit über 300 Meter. "Man freut sich, wenn es zum Höhepunkt so aufgeht", sagt Reiner Roth, der noch einen ganz anderen Erfolg bejubeln konnte. Dank seines Meistertitels qualifizierte sich Manuel Zähringer für das am 3. und 4. März stattfindende Viking-Race in Heerenveen und hat damit den Hattrick geschafft. Bei der inoffiziellen Schüler-Europameisterschaft war er bereits 2015 und 2016 am Start.

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