Mylauer Kufenflitzer geben gute Figur ab

Die Abteilung Eisschnelllauf des TSV Vorwärts hatte am Samstag doppelt Grund zur Freude. Beim sächsischen Rollwettkampf sorgten 74 Starter für einen Teilnehmerrekord. Auch die Medaillenbilanz passte.

Mylau.

Die jungen Eisschnellläufer des TSV Vorwärts Mylau haben sich beim Zentralen Rollwettkampf des Sächsischen Eissportverbandes am Samstag auf ihrer Heimbahn oberhalb des Freibades sehr gut aus der Affäre gezogen. Die zehn Starter des Vereines errangen acht Medaillen. Die exakt gleiche Bilanz mit zwei Siegen und jeweils drei Zweit- und Drittplatzierten konnte der Eislaufverein Dresden (EVD) vorweisen, allerdings bei 23 Teilnehmern. Der EVD war mit den Abteilungen Eisschnelllauf und Short Track vertreten. Zehn Medaillen, darunter fünfmal Gold, gingen an den Eislaufclub Chemnitz, der mit 28 Startern die größte Anzahl an Läufern mitgebracht hatte. Zweimal war der Crimmitschauer Polizeisportverein erfolgreich.

Bei den Gastgebern waren Manuel Zähringer und Benjamin Derksen die Schnellsten in ihrer Altersklasse. Sie liefen Distanzen über 500 und 1000 Meter. Zweite Plätze für Mylau errangen Felix und Lea Martin sowie Jacob Seifert. Als Dritte in der Gesamtwertung wurden Livia Gerlach, Franziska Fiebig und Johann Baron geehrt. Neben den Teilnehmern des offiziellen Wettkampf, der für die Altersklassen 10 bis 14 ausgeschrieben war, hatten weitere 17 Starter des TSV Vorwärts die Gelegenheit, sich bei Sonderläufen zu messen. Das betraf die kleineren Altersklassen. Die Jüngsten, gerade mal drei Jahre alt, hatte aber angesichts der vielen Zuschauer der Mut verlassen.

Mylaus Cheftrainer Rainer Roth war sowohl mit der Teilnehmerzahl als auch mit den Leistungen zufrieden. "Wir sind auf einem gutem Weg", sagte er mit Blick auf die bevorstehende Eissaison. Allerdings konnten am Samstag nicht alle eingeplanten Starter auch am Wettkampf teilnehmen, da es kurzfristig zu Verletzungen gekommen war, die jedoch nichts mit dem Eislaufsport zu tun hatten. Der Wettkampf ging ohne größere Probleme über die Bühne. Ulrich Tauchmann vom DRK-Ortsverein Mylau lobte das gewachsene Sicherheitsbewusstsein mit Helmen und Protektoren.

Reiner Roth freute sich, dass alle guten Läufer der sächsischen Vereine nach Mylau gekommen waren. "Ich bin Betreuer der Landesauswahl, dadurch kenne ich die Sportler", erklärte er. Jörg Zähringer vom Mylauer Verein hatte die Moderation der Veranstaltung übernommen. Eisschnelllauf-Urgestein Adolf Förster ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit dem Ortsvorsteher Lutz Quellmalz Urkunden und Medaillen zu übergeben. Ausgezeichnet wurden die jeweils sechs Besten ihrer Altersklasse. Die Wettbewerbsteilnehmer hatten Glück mit dem sommerlichen Wetter. Morgens mussten die Organisatoren noch die Bahn mit Laubwedel und Besen reinigen, doch dann kam die Sonne hervor. In den Wettkampfpausen konnten sich die Sportler im angrenzenden Mylauer Freibad erfrischen. Diese Möglichkeit nahmen viele gerne wahr.

Für den TSV Vorwärts blieb der Wettkampf nicht der einzige Höhepunkt des Tages. Am Nachmittag kamen weitere Vereinsmitglieder und Familien, um die Prüfungen für das Sportabzeichen zu absolvieren. Auch Adolf Förster, 96 Jahre alt, war trotz Hüftoperation angetreten, um die Bedingungen erneut zu erfüllen.

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