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Diese sieben Cheerleader haben beste Chancen, sich für die Weltmeisterschaften in Orlando in den USA zu qualifizieren: von links Jasmin Löffler, Selina Krämer, Alina Kühne, Monique Schumann, Romy Roßbach, Leonie Felsburg und Lilian Baumann.

Foto: Arne Zobirei

Nur noch einen Schritt von der WM in Orlando entfernt

Gleich sieben Mädchen des Cheerleadervereins Obervogtland stehen vor der Berufung in das deutsche Nationalteam. Die endgültige Entscheidung fällt Ende des Monats.

Von Peter Janka und Monty Gräßler
erschienen am 11.10.2017

Oelsnitz. Das hätten sich die Verantwortlichen des Cheerleadervereines Obervogtland (CVO) noch vor kurzer Zeit nicht einmal in ihren kühnsten Träumen ausgemalt: Gleich sieben ihrer Mädchen sind nach dem Sichtungslehrgang vor wenigen Tagen im hessischen Limburg ins deutsche Nationalteam berufen worden und haben damit allerbeste Chancen, nächstes Jahr an den Weltmeisterschaften in Orlando in den USA teilzunehmen.

"Die endgültige Entscheidung fällt Ende Oktober bei einer nochmaligen Sichtung in Krefeld. 58Cheerleader sind dorthin eingeladen, 54 werden vermutlich am Ende berufen", erklärt CVO-Cheftrainer Arne Zobirei. In Krefeld noch auf den WM-Zug aufspringen könnte ein Mädchen der Angelz Cheerleader Plauen. "Sie war in Limburg verhindert, trainierte aber schon mit uns mit. Zu einer Gruppe gehören ja immer acht Mädchen, sie ist quasi unsere Nummer 8", so Zobirei. Fürs Nationalteam berufen sind zudem 17 Mitglieder des Cheerleadingvereines Cheermania Auerbach, so viele wie noch nie zuvor für den vogtländischen und sächsischen Vorzeigeverein.

Vier Mädchen des in Oelsnitz beheimateten CVO hatten dieses Jahr schon in den USA ihre WM-Premiere erlebt und gleich überraschend mit dem deutschen Junior-Allgirl-Team Silber geholt. Von diesen Vier sind Jasmin Löffler, Romy Roßbach und Lilian Baumann wieder mit dabei. Hinzu kommen Selina Krämer, Alina Kühne, Monique Schumann und Leonie Felsburg. In der Kategorie Junior-Allgirl treten Mädchen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren an.

Die meisten der Nationalmannschafts-Anwärter haben sich selbst für die Bewerbung entschieden, ein Teil wurde vom Trainerteam überzeugt. Die Verantwortlichen für das deutsche Team treffen per angefordertem Video bereits eine Vorauswahl und sieben dann bei Sichtungstrainings die Besten aus. "Da wird dann geschaut, wie anpassungsfähig die Mädchen sind, wie schnell sie neue Techniken erlernen und wie es mit dem Trainingsfleiß aussieht", sagt Arne Zobirei. In Limburg gab es ein Abschlussgespräch, bei dem diese Beobachtungen ausgewertet und die festgestellten Mängel klar angesprochen wurden. "Da war für uns nichts Überraschendes dabei, unsere Defizite kannten wir ja selbst", so der Cheftrainer.

Ganz abgesehen von der sportlichen Leistungsfähigkeit will der Sprung ins Nationalteam auch aus anderen Gründen wohl überlegt sein: Auf die Cheerleader kommt nicht nur ein aufwändiges Trainings- und Lehrgangsprogramm zu, auch einiges an Kosten für Reise und Unterbringung ist zu stemmen. "Im Vorjahr konnten wir das Geld für die vier Mädchen durch Spenden und Sponsoren aufbringen, ob uns das jetzt bei sieben gelingt, ist eher unwahrscheinlich", schätzt Arne Zobirei ein. Sollte in Krefeld die endgültige Berufung ins Nationalteam kommen, stehen in den Folgemonaten Lehrgänge in Halberstadt (Sachsen-Anhalt), Wolfenbüttel (Niedersachsen) und Langenfeld (Nordrhein-Westfalen) an. Der Abschlusslehrgang findet dagegen vor der Haustür, im Waldpark Grünheide statt.

Das hat nicht zuletzt den Grund, dass die Sportliche Leiterin des Bundesverbandes, Anne Tiepner, gleichzeitig Cheftrainerin bei Cheermania Auerbach ist. Dem deutschen Trainerstab gehört zudem mit Jan Schneider ein weiterer Auerbacher an. Einen Bonus für die Vogtländer gibt es bei der Berufung ins Nationalteam aber nicht. "Es ging bei der Sichtung um turnerisches Können und um die Sicherheit bei bestimmten Elementen", erzählt Anne Tiepner. Allerdings spielte auch eine Rolle, wie schnell die Kandidaten Technik-Hinweise umsetzen konnten und wie sie mit Druck umgehen. Dazu wurden zum Beispiel in Limburg nach jedem Training Auftritte simuliert. "Wer bei einer Weltmeisterschaft abliefern muss, der darf natürlich nicht gleich nervös werden, wenn mal 150 Leute zusehen."

 
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