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Zwischen drei Distanzen konnten die Teilnehmer beim 31. Vogtlandhunderter wählen.

Foto: Ramona Schwabe

Teilnehmerzahl fällt etwas geringer aus

Nur 23 Wanderer haben sich an den 31. Vogtlandhunderter gewagt. Das Fazit der Organisatoren fiel trotzdem durchaus positiv aus.

Von Ramona Schwabe
erschienen am 19.06.2017

Falkenstein. Stellt man sich 100 Kilometer vor und soll diese zu Fuß bestreiten, ist das nicht ohne. Beim 31. Vogtlandhunderter haben sich am Samstagmittag 13 Wanderer dieser Herausforderung gestellt. Die Tour wurde - mit Start und Ziel an der Turnhalle der Trützschler Oberschule in Falkenstein - in drei Runden bestritten. Die 50 Kilometer-Runde haben zwei Wanderer gemeistert, für zwei Aktive hatten die Organisatoren eine 35 Kilometer-Runde zusätzlich ermöglicht und sechs Leute entschieden sich für die 15 Kilometer. Bis auf Vier, die beim Hunderter vorzeitig ausstiegen, erreichten alle bis spätestens gestern Mittag das Ziel.

Im Vergleich zum Vorjahres-Sommerhunderter, als knapp 40 Aktive antraten, bedeuten die nur 23 Teilnehmer nahezu eine Halbierung. Woran das lag, vermochte Organisationsleiter Jürgen Hadel nicht zu sagen. "Es ist wahrscheinlich einfach zu viel los in der Region", vermutete er. Einen anderen Grund nannte Peter Goller vom Organisationsteam: "Der Kreis der Wanderer, die aus körperlichen Gründen nicht mehr mitlaufen kann, wird auch immer größer." Insgesamt zog letztere trotzdem ein positives Resümee: "Die Strecke war eine sehr schöne und auch das Wetter hat gepasst."

Die 100 Kilometer nahm unter anderem Stefan Herold in Angriff. Der 58-Jährige läuft den langen Kanten schon seit einigen Jahren. Schmunzelnd meinte er: "Ich gehöre hier zum Inventar. Gezählt habe ich die Wanderungen allerdings nicht." Der Vogtlandhunderter ist ihm eine Herzensangelegenheit: "Zum einen bin ich Vogtländer und zum anderen kommt man hier an Orten vorbei, wo ich sonst nie hinkommen würde. Worauf man sich bei einer solchen Wanderung freut, dass ist die Gruppe, mit der man unterwegs ist." Das sieht Jens Felka genauso. Der Wernesgrüner stieg nach zwei Jahren wieder mit ein: "Zuletzt konnte ich krankheitsbedingt nicht mitmachen und jetzt war es ein Test, wie weit ich komme." Und es hat funktioniert. Felka ist durchgelaufen. Wenn der 54-Jährige so nachdenkt, gerät er fast ins Schwärmen: "Das Schönste ist der Zieleinlauf, wenn man eigentlich nicht mehr kann und es dann doch irgendwie geschafft hat. Man überwindet eigene Grenzen. Die Kraft, die einem genommen wird, bekommt man vierfach zurück." Wunderschön sei es auch, wenn man frühmorgens über Wiesen läuft und man den Morgennebel aufsteigen sieht: "Das ist das, was die Wanderung ausmacht. Das ist ein Gefühl, das kann man nicht beschreiben, das muss man erlebt haben."

Erstmals hat Patrick Müller die 100 Kilometer in Angriff genommen, gehörte aber am Ende zu denjenigen, die aufgeben mussten. "Drauf gekommen bin ich durch meinen Onkel", erzählte der 26-jährige Ellefelder, der das Ganze als Herausforderung für sich gesehen hat, als körperliche Grenzerfahrung.

 
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