Max Lang mit solider Vorstellung bei WM

Gewichtheben: Chemnitzer als drittbester Europäer auf Rang elf

Anaheim/Chemnitz.

Seine Nervenstärke bei wichtigen Wettkämpfen konnte er erneut unter Beweis stellen: Max Lang vom Chemnitzer AC zeigte bei der Gewichtheber-WM in Anaheim (USA) mit fünf gültigen Versuchen und einer Zweikampfleistung von 334 Kilogramm eine solide Leistung. Nur knapp verfehlte er dabei auf Platz elf die Top Ten, avancierte aber immerhin zum drittbesten Europäer. Für ihn standen am Ende 149 kg im Reißen sowie 185 kg im Stoßen zu Buche. "Nach meiner weniger optimalen Vorbereitung waren die Erwartungen nicht zu hoch. Deshalb bin letztlich zufrieden, wie es unter diesen Umständen gelaufen ist", meinte der 24-Jährige gegenüber "Freie Presse". Zu gern hätte er eine makellose Serie erreicht, aber den dritten Reißversuch bei 151 kg verfehlte er knapp. Diese Teildisziplin bereitete ihm in den vergangenen Monaten vor allem aus technischer Sicht Probleme, gegenüber den Deutschen Meisterschaften vor vier Wochen zeigte er sich aber stark verbessert.

Auch Trainer Michael Vater, der ihn am Auswahlstützpunkt in Leimen betreut, lobte seinen Schützling. "Max hat das abgerufen, was momentan möglich war", wertete der Coach, fügte aber auch etwas wehmütig hinzu: "Schade ist, wenn man daran denkt, was er tatsächlich kann." Er verwies auf die EM-Leistung vom Frühjahr, als Max Lang mit 344 kg Fünfter wurde. Mit einem ähnlichen Resultat hätte er unter den besten Sechs mitmischen, vielleicht sogar eine Medaille gewinnen können. Durch die Sperre von gleich neun Spitzennationen wegen Dopings war die Chance so groß wie nie. Diese besaß bei der WM nach seinen Vorleistungen der Obrigheimer Nico Müller noch stärker, doch er blieb nach nur zwei Gültigen mit 333 kg (150; 183) auf Platz 13 weit unter den Erwartungen. (mm)

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