Nach dem tödlichen Streit am Sonntagfrüh in Chemnitz sind am Nachmittag hunderte Menschen Aufrufen in sozialen Netzwerken gefolgt und durch die Innenstadt gezogen. Die Polizei versuchte, die Versammlung unter Kontrolle zu halten.

Unter der Überschrift "Unsere Stadt - unsere Regeln" hatte unter anderem die Gruppe Kaotic Chemnitz auf Facebook dazu aufgerufen "zu zeigen, wer in der Stadt das sagen hat."
Bild: Andreas Seidel
Schon zuvor hatte es am Tatort der tödlichen Auseinandersetzung eine Kundgebung von AfD und Pegida gegeben.
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Kurz zuvor war das Stadtfest Chemnitz abgebrochen worden.
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Nicht nur aus Anteilnahme gegenüber den Angehörigen des Opfers einer tödlichen Auseinandersetzung am Morgen. Nach Aussage von Polizeisprecherin Jana Ulbricht standen gegen 16.30 Uhr mindestens 800 Kundgebungsteilnehmern im Stadtzentrum maximal 50 Polizisten gegenüber. Schätzungsweise 1000 Menschen nahmen dann an einem spontanen Protestzug teil.
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Dieser machte auch am Tatort Halt.
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Am Rande der Demo kam es zu mehreren Auseinandersetzungen und teils heftigen Rangeleien zwischen offensichtlich gewaltbereiten Rechten mit Linken aber auch mit Migranten.
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Die Polizei konnte eine weitere Eskalation der Situation bis zum Abend verhindern, nicht zuletzt, weil im Laufe des späteren Nachmittags zahlreiche weitere Polizisten in Chemnitz zusammengezogen wurden.
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Derzeit bearbeitet die Polizei zwei Anzeigen wegen Körperverletzung, eine Anzeige wegen Bedrohung sowie eine Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.
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An einer Kundgebung der AfD in der Nähe des Tatortes beteiligten sich am frühen Nachmittag rund 100 Menschen. Diese Veranstaltung blieb laut Polizei störungsfrei.
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Bei der Messerstecherei in der Nacht zu Sonntag war gegen 3.15 Uhr ein 35 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Er verstarb im Krankenhaus. Zwei 33 und 38 Jahre alte Männer wurden teils schwer verletzt. Nach Aussage von Polizeisprecherin Jana Ulbricht, haben sowohl der Tote als auch die beiden verletzten Männer eine deutsche Staatszugehörigkeit.
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