Alles Unikate: Kunstsammlungen zeigen Karl Schmidt-Rottluff als Kunsthandwerker

Kunstsammlungen erhalten Dauerleihgabe.

Chemnitz.

Eine Sammlung kunsthandwerklicher Unikate des Chemnitzer Künstlers Karl Schmidt-Rottluff haben die Kunstsammlungen Chemnitz als Dauerleihgabe erhalten. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Chemnitz haben die Sammlung, die sich bislang im Besitz einer mit Schmidt-Rottluff befreundeten Sammlerfamilie befand, erworben.

Zur Kollektion gehören 49 ganz unterschiedliche Stücke wie etwa ein Kerzenständer, mehrere Ringe und Ketten sowie Arbeiten aus Horn und Holz. Sie wurden von Schmidt-Rottluff hauptsächlich in den 1920er- und 1930er-Jahren nicht nur selbst entworfen, sondern auch hergestellt, zumeist für Ehefrau Emy und Freunde, betonte Antje Neumann-Golle, Kuratorin der Textil- und Kunstgewerbesammlung.

"Dass Schmidt-Rottluff Bilder gemalt hat, ist bekannt, dass er auch Kunsthandwerkerarbeiten ausführte, ist eine Sensation", sagte Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer und Stiftungsdirektor der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Es sei ein Muss gewesen, die Stücke nach Chemnitz zu holen. "Nirgendwo anders gehören sie hin", so von Rauch.

Einige der Stücke sind bereits derzeit in zwei Vitrinen in den Kunstsammlungen ausgestellt. Geplant ist, alle Exponate in einer Sonderausstellung zu zeigen, kündigte der Generaldirektor der Kunstsammlungen, Frédéric Bußmann, an. (hfn)

11 Kommentare

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  • 3
    4
    d0m1ng024
    29.07.2020

    Seit wann ist in Museen die Maskenpflicht aufgehoben?