Angeklagter bricht sich den Fuß - Prozess gegen "Revolution Chemnitz" vertagt

Dresden/Chemnitz.

Im Prozess gegen die rechtsextremistische Gruppe "Revolution Chemnitz" ist die Verhandlung am Freitag krankheitsbedingt ausgefallen. Der 29-jähriger Angeklagte Sven W. habe sich den Fuß gebrochen und musste in die Notaufnahme.

Am Freitag war die Aussage eines anderen Beschuldigten - Sten E. - erwartet worden. Der 28-Jährige hatte als erster Angeklagter eigentlich schon am 28. Oktober aussagen wollen. Damals spielten allerdings seine Nerven nicht mit. Die Verhandlung wurde unterbrochen, weil der Mann nicht mehr verhandlungsfähig war.

In dem Verfahren sind acht Männer im Alter von 21 bis 32 Jahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung angeklagt, fünf von ihnen zudem wegen schweren Landfriedensbruchs und einer auch wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Männer werden verdächtigt, einen Umsturz der demokratischen Ordnung mit Waffen geplant zu haben. Die Anklage attestiert den Beschuldigten eine nationalsozialistische Gesinnung.

Auslöser für die Bildung der Gruppe war der gewaltsame Tod eines Deutschen am Rande des Chemnitzer Stadtfestes Ende August 2018. Danach kam es in der Stadt zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen. Der Prozess findet unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. (eu/dpa)

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