Deutscher Buchhandlungspreis geht auch nach Chemnitz

Kassel/Chemnitz. Der Deutsche Buchhandlungspreis geht dieses Jahr unter anderem nach Chemnitz. Neben Unternehmen in Köln und Berlin wird die Buchhandlung "Lessing und Kompanie" auf dem Kaßberg in Chemnitz ausgezeichnet.

Die drei Preisträger erhielten am Mittwoch den Deutschen Buchhandlungspreis und damit je 25 000 Euro. "Mit ihrer großartigen Arbeit und ihrer Begeisterung für die Welt der Bücher sorgen die Buchhändlerinnen und Buchhändler dafür, dass es auch abseits der Bestsellerlisten Aufmerksamkeit gibt für außergewöhnliche Geschichten, für ungehörte und unerhörte Stimmen, für neue Perspektiven", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) laut Redetext bei der Vergabe in Kassel.

Mit dem Preis werden kleinere, inhabergeführte Buchhandlungen geehrt, die ein anspruchsvolles Sortiment, kulturelles Veranstaltungsprogramm oder innovative Geschäftsmodelle verfolgen beziehungsweise sich in der Lese- und Literaturförderung für Kinder und Jugendliche engagieren. Der Preis wird seit 2015 in verschiedenen Kategorien verliehen. "Wir wenden uns damit auch gegen die Degradierung des Kulturguts Buch zur bloßen Handelsware und zum Konsumgut", erklärte die Ministerin laut Redetext.

Die Jury unter Vorsitz der Literaturkritikerin Sandra Kegel (FAZ) hatte aus 434 eingereichten Bewerbungen 118 Buchhandlungen für die diesjährige Preisverleihung nominiert. Die verliehenen Gütesiegel sind mit insgesamt 850.000 Euro dotiert. Partner des von der Kulturstaatsministerin vergebenen Preises sind die Kurt-Wolff-Stiftung und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. (dpa)

 

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