Doppelt hält besser: Neukirchener Jugendclub startet wieder durch

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Zwei Jahre war die Freizeiteinrichtung in Neukirchen geschlossen. Nun ist für junge Leute wieder jede Menge los.

Neukirchen.

Das Jugendzentrum der Gemeinde Neukirchen war aufgrund der Coronapandemie und fehlender Mitarbeiter zwei Jahre lang geschlossen. Seit Kurzem ist es wieder geöffnet und wurde seitdem im Schnitt von täglich rund 40 Kindern und Jugendlichen aufgesucht. Auch der neue Spielplatz an der Jahnstraße ist mittlerweile eröffnet. Diesen hatten die Jugendlichen selbst geplant.

Das neue Leitungsteam des Jugendzentrums besteht aus Carla Reinhardt und Marco Grünberg, die gemeinsam ihren Vorgänger Michael Rex beerben. Carla Reinhardt war zuvor sechseinhalb Jahre in der stationären Jugendhilfe in Oelsnitz und Chemnitz tätig. "Ich war auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung und wollte nicht mehr im Schichtdienst arbeiten", erzählt die 41-Jährige. Sie lebte jahrelang in Neukirchen, und auch ihre Tochter besucht den Hort in ihrer alten Heimat. Außerdem arbeitet sie im Neukirchener Hort und macht ein berufsbegleitendes Studium zur Sozialarbeiterin in Mittweida.

"Mein Wunsch war, dass die Verantwortung für das Jugendzentrum nicht allein auf meinen Schultern lastet. Sollte ich zum Beispiel einmal krankheitsbedingt ausfallen, gibt es eine Vertretung", erklärt sie die Vorteile der doppelten Besetzung des Leitungsteams. Marco Grünberg arbeitet seit mittlerweile neun Jahren als Erzieher im Hort der Gemeinde Neukirchen. Als er von der Hortleiterin Susann Bretschneider gefragt wurde, ob er nebenbei auch im Jugendzentrum arbeiten möchte, sagte er sofort zu. "Ich war von dem Konzept, dass die Jugendlichen einen Anlaufpunkt in ihrer Freizeit haben, begeistert", sagt der 46-Jährige.

Das Jugendzentrum versteht sich als Freizeittreff und Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren. Dessen Ziel ist es, die Interessen der Jugendlichen zu vertreten, sie zu bestärken und Mitbestimmung zu ermöglichen. Zudem möchte es soziale und persönliche Kompetenzen der Jugendlichen fördern. Weiterhin bietet die Einrichtung interessensorientierte Freizeitaktivitäten wie Ausfahrten und Feste an. Das Jugendzentrum ist gemeinwohlorientiert und setzt sich für gesellschaftliche Mitverantwortung sowie soziales Engagement ein.

Die neuen Leiter haben bereits viele Ideen für mögliche Projekte. "Was wir umsetzen, ist davon abhängig, was finanziell und logistisch möglich ist, und ob seitens der Kinder und Jugendlichen auch Interesse besteht", sagt Marco Grünberg.

Geplant ist unter anderem eine Nacht der Jugendkulturen in Zusammenarbeit mit der Neukirchener Bibliothek. In den Herbstferien soll es eine Ausfahrt mit Übernachtung geben. Außerdem sind Feste wie an Halloween und Weihnachten, Graffiti-Projekte und die Nutzung der Turnhalle für gemeinsame Aktivitäten geplant. Das Jugendzentrum möchte seine Besucher zudem auch bei der Ausbildungssuche und Berufsorientierung unterstützen sowie die demokratische Beteiligung und das Ehrenamt stärken.

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