Erinnerung an Opfer der judenfeindlichen Pogrome von 1938

Mehrere hundert Menschen haben am Stephanplatz in Chemnitz der Opfer der judenfeindlichen Pogrome im November 1938 gedacht. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, Vertreter der jüdischen Gemeinde und fast aller Stadtratsfraktionen legten am Mahnmal für die zerstörte Synagoge Kränze und Blumen nieder, ebenso Schüler mehrerer Chemnitzer Schulen.

 

Ruth Röcher, die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, forderte in einer Ansprache, angesichts der neuen Bedrohungen durch Antisemitismus und Rassismus den Geschichtsunterricht an den öffentlichen Schulen nicht zu kürzen und die Behandlung der Geschichte der Juden in Deutschland nicht auf die Zeit der Verfolgung und Vernichtung während des Nationalsozialismus zu beschränken. Die Jüdische Gemeinde sei für jede Klasse offen, die die Synagoge besuchen und ein Gespräch über das Judentum führen möchte, betonte sie. (micm)

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