Feuer in Chemnitzer Asylunterkunft - ein Verletzter

Chemnitz.

In der Asylunterkunft an der Straßburger Straße in Chemnitz hat es am Mittwochabend gebrannt. Das Feuer war gegen 18 Uhr im dritten Obergeschoss des Plattenbaus ausgebrochen. 39 anwesende Bewohner brachten sich selbst in Sicherheit. Ein 32-Jähriger wurde über die Drehleiter gerettet und wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung von Rettungskräften behandelt und in ein Krankenhaus gebracht.
 
Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen und die Ausdehnung des Feuers auf weitere Wohnräume verhindern. Im Einsatz waren 42 Feuerwehrleute mit 16 Einsatzfahrzeugen der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren Altchemnitz und Stelzendorf sowie die Polizei mit mehreren Fahrzeugen und Einsatzkräften. Die Bewohner der Unterkunft konnten am Mittwochabend wieder in ihr Domizil zurückkehren. Das vom Brand betroffene dritte Obergeschoss ist laut Polizei jedoch vorerst unbewohnbar. Die betroffenen Bewohner werden nach Angaben der Feuerwehr in einer anderen Einrichtung untergebracht.

Die Polizei schloss am Donnerstag eine technische als Brandursache aus. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung. Ob das Feuer vorsätzlich oder fahrlässig entstand, ist offen. Geprüft wird, ob der  26-jährige Bewohner des Zimmers, in dem das Feuer ausbrach, mit dem Geschehen in Verbindung steht.

Das ehemalige Bürogebäude war im August 2015 im Auftrag der Stadt von einem privaten Betreiber als Asylunterkunft eingerichtet worden. Dabei war Platz für 150 Asylbewerber geschaffen worden.  (roy/dpa/bj/samü)


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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 9
    3
    Urlaub2020
    09.01.2020

    Wenn das Gebäude wieder in Ordnung ist könnten auch Obdachlose und oder Bedürftige dort Einziehen.Die Wohnungen sind ja nun mal da und soviel Asylbewerber gibt es ja nicht mehr.Oder wird wie Andersort einfach geschlossen?