Leichenfund: Mann wurde offenbar Opfer eines Verbrechens

Limbach-Oberfrohna.

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsverbrechens in Limbach-Oberfrohna. Ein 58-Jähriger wurde am Vormittag tot in seiner Wohnung am Heinrich-Mauersberger-Ring entdeckt. Bekannte hätten den Mann dort gefunden und dann die Polizei informiert, sagte Polizeisprecher Christian Schünemann. Noch am frühen Nachmittag erklärte er, man ermittele in alle Richtungen und könne weder einen Unfall noch einen Suizid ausschließen. Doch schon eine knappe Stunde später hatte sich das Bild entscheidend gewandelt. "Aufgrund der rechtsmedizinischen Untersuchungen gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann gewaltsam zu Tode gekommen ist", teilte die Polizei mit.

Bereits am Nachmittag wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Dabei handelt es sich laut Polizei um einen 18-Jährigen. Auf Bildern ist zu sehen, wie der junge Mann am Heinrich-Mauersberger-Ring von Beamten zu einem Polizeifahrzeug geführt wird. Der Verdächtige stamme aus dem Wohnumfeld des 58-Jährigen, erklärte Schünemann. Sowohl das Opfer als auch der Tatverdächtige seien Deutsche. Nähere Angaben, welche Spur zu dem jungen Mann führte, machte der Polizeisprecher nicht. Bei Ermittlungen vor Ort habe sich der Verdacht ergeben, sagte der lediglich. Auch zu der Frage, wie genau der 58-Jährige, der allein in seiner Wohnung lebte, ums Leben kam und welche Verletzungen er aufweist, hielt sich die Polizei zunächst bedeckt.


Das betroffene Mehrfamilienhaus im Wasserturmgebiet gehört der Gebäudegesellschaft Limbach-Oberfrohna (GLO). Erste Meldungen, denen zufolge das Opfer in einer Einrichtung für Betreutes Wohnen gefunden wurde, wies das kommunale Unternehmen zurück. Vielmehr handele es sich um einen Wohnblock mit Fahrstuhl, der auf die Bedürfnisse von älteren Mietern zugeschnitten sei. Deshalb wird das Haus vor allem von Senioren bewohnt. Viele von ihnen waren am Mittwoch in heller Aufregung, weil sich die Nachricht vom Leichenfund schnell herumsprach und der Polizeieinsatz für Aufsehen sorgte. Ein Mitarbeiter der GLO sagte, er habe vor Ort beruhigend auf die Mieter eingewirkt.

Bewertung des Artikels: Ø 3.3 Sterne bei 10 Bewertungen
2Kommentare
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  • 1
    2
    thombo01
    vor 8 Stunden

    Beileid am die Hinterbliebenen. Zum Glück nur ein Einzelfall.

  • 7
    5
    WolfgangPetry
    15.08.2019

    Der Täter war Deutscher? Alles in Butter und eine Totenstille auf einmal hier im Kommentarbereich.



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