Nach Brand in Chemnitzer Tanzschule: Der Chef Tilo Kühl-Schimmel bleibt Optimist

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Die Ursache für das Feuer, das am Mittwoch in der Brückenstraße ausbrach, konnte inzwischen geklärt werden. Der Betreiber der Tanzschule sieht das Unglück recht entspannt.

Es waren aufregende Szenen, die sich am Mittwochmittag an der Brückenstraße im Chemnitzer Zentrum abgespielt haben: Die Fassade der Tanzschule Köhler-Schimmel, sie stand in Flammen, Fensterscheiben barsten in der Hitze. Eine Rauchsäule stieg auf. Die Feuerwehr rückte an, neun Fahrzeuge, 45 Retter. Mit Wasser löschten sie den Brand. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Nun steht die Ursache für das Feuer fest. Wie die Chemnitzer Polizei mitteilt, handelt es sich wohl um einen Unfall, ein Missgeschick: Der Mitarbeiter eines Hausmeisterdienstes hat wohl einen Gasbrenner genutzt, um Unkraut vor dem Gebäude zu vernichten. Die Fassade des Hauses, in dem sich einst eine Filiale der Sparkasse Chemnitz befand, fing dadurch Feuer. Derzeit, so schreiben die Beamten, laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung. Die Höhe des entstandenen Sachschadens sei indes noch nicht bekannt.Jemand, der erstaunlich gut mit der Nachricht von Feuer umgeht, ist Tilo Kühl-Schimmel. Der Betreiber der Tanzschule Köhler-Schimmel, der im ersten Obergeschoss des Gebäudes Flächen angemietet hat, erfuhr im Italien-Urlaub vom Unglück. Am Telefon erzählt er, dass er zwar schockiert gewesen sei, wie schnell so ein Feuer entstehen könne. "Wir achten auf alle Brandschutz-Vorgaben - und dann fängt so eine Fassade leicht Feuer", wundert er sich. Ansonsten gibt er sich allerdings als jemand, der das Glas halbvoll statt halbleer sieht.

"Wir haben Glück gehabt", sagt Kühl-Schimmel. Derzeit laufen eigentlich Arbeiten, seine Räumlichkeiten aufs Erdgeschoss zu erweitern. "Es wäre richtig ärgerlich gewesen, wenn wir schon alles eingerichtet hätten." Denn noch sei die ehemalige Sparkassen-Filiale entkernt, so fiel keine neue Einrichtung dem Feuer, dem Ruß oder dem Löschwasser zum Opfer.

"Natürlich", so Kühl-Schimmel weiter, müsse nun einiges repariert werden. Doch er gehe davon aus, dass das ein Fall für die Versicherung des Verursachers sei. Auch der Betrieb seiner Schule gehe am Standort im Rosenhof weiter. Derzeit gebe es auch nicht allzu viel Unterricht, es seien ja Ferien. Und noch ein Lob will der Optimist loswerden: "Man muss an der Stelle der Feuerwehr ein großes Kompliment machen. Die haben super Arbeit geleistet."

Auch seinen Urlaub wird Tilo Kühl-Schimmel nicht abbrechen. "Der hat gerade erst angefangen und geht noch bis nächste Woche." Er wolle es auch seiner Familie nicht antun, den Aufenthalt zu beenden. Diese könne ja nichts für den Brand. Zudem habe er in Chemnitz gute Leute, auf die er sich verlassen könne. Mit Blick auf die kommende Zeit bleibt Kühl-Schimmel ebenfalls optimistisch. Er hofft, dass er den Betrieb seiner Schule an der Brückenstraße zum Ferienende wieder aufnehmen kann. Auch die Arbeiten für die Erweiterung seiner Einrichtung sollen weitergehen.

 

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