Prozessauftakt um tödlichen Unfall an der Georgstraße

Am Amtsgericht Chemnitz hat am Dienstagmorgen der Prozess um den tödlichen Unfall an der Georgstraße am 19. Dezember 2018 begonnen. Eine 20-Jährige wollte die Georgstraße überqueren, blieb in der Mitte stehen, um zu warten, und wurde dort von einem aus Richtung Straße der Nationen kommenden Auto erfasst. Wie aus der Anklageschrift hervorgeht, wurde das Opfer zunächst auf die Frontscheibe und dann auf die gegenüberliegende Fahrbahn geschleudert. Dort wurde die junge Frau von einem Mazda überfahren. Die Person, die den Unfall verursacht hatte, beging Fahrerflucht.

Angeklagt ist jetzt eine 60-jährige Chemnitzerin. Die Polizei kam durch die Auswertung von Videoüberwachungen auf sie. Ihr weißer Audi Q3 wies Beschädigungen im Frontbereich auf. Die Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen.

Die Eltern des Opfers treten als Nebenkläger auf. Der Vater wurde gleichsam als Zeuge gehört, denn er war am Unfallort. Seine Tochter wollte über die Straße zu ihm kommen, er wartete auf der anderen Seite. Im Augenblick des Unfalls habe er aber in eine andere Richtung geschaut. "Vielleicht ist das mein Glück." Er fand seine Tochter unter dem Mazda, sie atmete noch. "Ich kroch unter das Auto und begleitete sie in den letzten Minuten", sagte der Vater. (jpe)

Bewertung des Artikels: Ø 3 Sterne bei 2 Bewertungen
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...