Sechs Erzgebirgszicklein im Tierpark Chemnitz geboren

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Die Erzgebirgsziegen haben Nachwuchs bekommen. Warum ihre Rasse im Tierpark etwas Besonderes ist.

Chemnitz.

Passend zum Frühlingsbeginn hat es bei den Erzgebirgsziegen im Chemnitzer Tierpark gleich mehrfachen Nachwuchs gegeben: Sechs Jungtiere - fünf Böcke und eine Zicke - von insgesamt vier Müttern tummeln sich nun auf dem erzgebirgischen Bauernhof des Tierparks. In der Regel werden ein bis zwei Jungtiere geboren. Darüber informierte am Montag die Pressestelle der Stadt Chemnitz.

Erzgebirgsziegen werden seit 2018 im Tierpark Chemnitz gehalten und im vergangenen Jahr gab es das erste Mal Nachwuchs. Ein sattes braunes Fell mit schwarzem Aalstrich und schwarzen Stiefeln gehören zu den wichtigsten Rassekennzeichen. Es gibt sowohl behornte als auch hornlose Erzgebirgsziegen. Im Tierpark sind alle Tiere behornt. Hohe Fruchtbarkeit, Frühreife, Genügsamkeit im Futter und Krankheitsresistenz zeichnen die Ziegen aus dem Erzgebirge besonders aus. Sie gelten als anspruchslos und freundlich im Umgang, weshalb sie trotz ihrer Größe auch problemlos im Streichelgehege gehalten werden können. Im Tierpark sind die Erzgebirgsziegen allerdings nicht nur im Streichelgehege zu sehen, sie werden dort auch zur Pflege der Landschaft eingesetzt und sorgen durch den Verbiss gegen Überwucherungen in einzelnen Tierparkbereichen.

Viele deutsche Haus- und Nutztierrassen sind heutzutage vom Aussterben bedroht, da sie den Ansprüchen einer Hochleistungswirtschaft nicht mehr genügen. Rassen, die mehr Fleisch oder Milch als andere geben oder mehr Eier im Jahr legen, verdrängen die leistungsschwächeren Rassen, da diese nicht mehr benötigt werden. Aus diesem Grund hat es in den vergangenen Jahren in vielen zoologischen Einrichtungen ein Umdenken in der Zusammenstellung des Haustierbestandes gegeben. Hier werden vornehmlich Rassen aus Deutschland gezeigt, die vom Aussterben bedroht sind und ein altes Kulturgut repräsentieren. Der Tierpark Chemnitz hat sich diesbezüglich ein wenig auf sächsisches Kulturgut spezialisiert, wozu eben auch die Erzgebirgsziege gehört.

Obwohl der erzgebirgische Bauernhof samt anschließendem Streichelgehege momentan für Besucher nicht begehbar ist, so sind die Jungtiere bei guten Wetter in der Außenanlage zu sehen.

Öffnungszeiten im April: Tierpark: 9 bis 19 Uhr, letzter Einlass 18 Uhr. Wildgatter: 8 bis 18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr. Derzeit ist eine Anmeldung erforderlich: www.tierpark-chemnitz.de

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