Erzgebirge: Jüngster Corona-Infizierter ist zwei Jahre alt

Die Hälfte der Infizierten ist älter als 61 Jahre. Die Lage im Zwönitzer Pflegeheim Bethlehemstift bleibt angespannt.

Annaberg-Buchholz.

Die Lage im Zwönitzer Diakonie-Altenpflegeheim "Bethlehemstift" ist weiter angespannt. Dies teilte Frank Reißmann, Abteilungsleiter für Soziales und Ordnung in der Kreisverwaltung, am Dienstagnachmittag auf der Pressekonferenz in Annaberg-Buchholz mit. Die Mehrzahl der 53 positiv auf den Corona-Virus getesteten Bewohner seien nach wie vor im Heim untergebracht und würden professionell betreut. Da jedoch auch 38 Mitarbeiter infiziert worden sind, musste Personal von anderen Diakonie-Standorten hinzugezogen werden. "Das ist auch für die Bewohner nicht einfach, da damit vertraute Ansprechpartner fehlen", ergänzte Landrat Frank Vogel. Insgesamt waren im Heim bislang sechs Todesopfer zu verzeichnen.

Reißmann wartete bei der Pressekonferenz mit einigen neuen Zahlen auf. So liege der Altersdurchschnitt der mehr als 300 nachweislich mit dem Corona-Virus Infizierten im Erzgebirgskreis - Stand Dienstag Nachmittag - bei 59 Jahren. Knapp die Hälfte der Betroffenen, 46 Prozent, sind laut Reißmann über 61 Jahre alt. 35 Prozent gehören zur Altersgruppe der 40- bis 60-Jährigen. Knapp 20 Prozent betreffen Erzgebirger im Alter bis zu 40 Jahren. Der jüngste Infizierte ist zwei Jahre alt, der älteste 96. "Das zeigt die ganze Spannweite der Betroffenen", so Reißmann. Die Verstorbenen wiederum betrafen Erzgebirger im fortgeschrittenen Alter zwischen 76 und 92 Jahre. (alu)

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