Anruf angeblich von Europol: Stadtsprecherin von Aue-Bad Schlema wehrt Betrüger ab

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Pressesprecherin erhält seltsamen Anruf - Polizei warnt

Aue.

Die Stadtsprecherin von Aue-Bad Schlema hat mutmaßliche Telefonbetrüger abblitzen lassen. Wie Jana Hecker berichtet, hatte sich unter einer ihr unbekannten Nummer am Montag per englischer Bandansage vermeintlich die Polizeibehörde der EU, Europol, auf ihrem Diensthandy gemeldet. "Ich habe sofort aufgelegt, weil ich an einen Betrugsversuch gedacht habe", berichtet sie.

Tatsächlich hatte die Polizei erst kürzlich vor ähnlichen Anrufen gewarnt. Anlass: Ein 30-Jähriger aus Chemnitz hatte bei einem Anruf, vermeintlich von Europol, seine persönlichen Daten herausgegeben. Nach einer Bandansage betätigte der Angerufene wie gefordert die Nummerntaste 1, um sich mit einer angeblichen Polizeibeamtin verbinden zu lassen. Diese habe sich als "Police Officer Bianca Müller" ausgegeben und mit indischem Akzent gesprochen. Für einen Datenabgleich habe der Angerufene etwa seine Personalausweisnummer genannt, allerdings wenig später den Betrugsversuch erkannt und das Telefonat beendet.

Laut Polizei waren in den vergangenen Wochen vermehrt solche betrügerischen Anrufe im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge festgestellt worden. Bislang unbekannte Täter würden sich als Polizeibeamte von Europol ausgeben und den Angerufenen suggerieren, deren Identität sei missbräuchlich verwendet worden. Die Beamten raten in solchen Fällen: "Beenden Sie sofort das Telefonat, sobald die Bandansage startet. Betätigen Sie keine Nummerntaste." Und es heißt: "Nennen Sie am Telefon niemals persönliche Daten wie beispielsweise Anschrift, Geburtsdatum, Kontodaten, Zugangskennungen."

Stadtsprecherin Jana Hecker rät ebenfalls, nicht auf solche Anrufe hereinzufallen. Es sei das erste Mal gewesen, dass sich mutmaßliche Betrüger bei ihr übers Telefon melden. "So etwas habe ich bisher noch nicht gehabt." (juef)

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