Corona-Virus: Droht Aue die Absage des "Tags der Sachsen"?

Anfang September soll in Aue-Bad Schlema der 29. Tag der Sachsen stattfinden. Wegen des Corona-Virus steht er nun auf der Kippe. Die Entscheidung über die Veranstaltung soll zügig getroffen werden.

Aue-Bad Schlema.

Nach dem Oberbürgermeister Heinrich Kohl (CDU) zuletzt keinerlei Auswirkungen auf den Sachsentag befürchtete, will er sich nun nicht mehr festlegen. Welche Auswirkungen die Verbreitung des Erregers auf das Fest haben könnte, werde derzeit mit der Staatskanzlei in Dresden diskutiert, sagt er. "Wir stehen dazu in Kontakt." Ein Verschieben des Festes nennt Kohl aber ausdrücklich eine Option. Vielleicht auf das Jahr 2023, wenn Aue seinen 850. Geburtstag feiert. "Wenn Virologen sagen, dass der Erreger bis August kursiert, wer soll dann im September kommen?", fragt er. Eine Prognose könne derzeit keiner abgeben. Eine Entscheidung für oder gegen den Sachsentag, sagt er, müsse aber zügig getroffen werden: "Denn das Problem ist, wir müssen jetzt die Verträge mit den Dienstleistern machen müssen." Am Sachsentag fest hält aktuell die Staatskanzlei. Das erklärt ein Sprecher. Die Situation werde aber beobachtet und ständig neu bewertet.

Bis Anfang März hatten sich zum Tag der Sachsen 210 Vereine angemeldet, hatte Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) mitgeteilt. Er ist Chef des Kuratoriums des Volksfestes. (juef/tz)

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