Reise nach Afrika inspiriert 84-jährigen Maler noch immer

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Peter Kressig aus Schwarzenberg ist ein leidenschaftlicher Maler. Seine Werke werden derzeit in Sonnenleithe ausgestellt.

Schwarzenberg.

Es war eine Reise im Jahr 2010, die Peter Kressig aus Schwarzenberg bis heute immer wieder inspiriert. "Ich war mit meiner Frau in Kenia. Das besondere war, dass wir gleich fünf Tage auf Safari waren", erinnert sich der heute 84-Jährige, der 2003 den Weg zur Keramik und zur Malerei fand. Und so entstehen auch mehr als zehn Jahre nach dieser Reise noch Bilder von Tieren und Landschaften aus Afrika.

Vor drei Wochen entstand beispielsweise ein Krokodil. "Das habe ich mir aber in einem Bildband angeschaut", so Kressig. Doch der Rentner lässt sich auch gern vom Erzgebirge inspirieren. Er malt Landschaften und Sehenswürdigkeiten. Ein Leben ohne dieses Hobby kann er sich nicht vorstellen. "Malen ist für mich Medizin", sagt er und lenkt sich damit auch von aktuellen Problemen ab.

Ein Teil der Zeichnungen und Gemälde, die seit 2003 an seiner Staffelei entstanden sind, ist seit einigen Tagen in einer kleinen Sonderausstellung in Schwarzenberg-Sonnenleithe zu sehen. In der Anlage für betreutes Wohnen, die sich in Trägerschaft der Volkssolidarität befindet und in der Peter Kressig lebt, steht eine Wohnung leer. Sie wurde kurzerhand bis zum Freitag zur Galerie umfunktioniert.

Die Erlebnisse auf dem schwarzen Kontinent waren für den Künstler sehr intensiv. Doch eine zweite Reise kam nicht in Frage: "Ich wollte mir doch auch noch die anderen Teile der Welt anschauen." Um sich die Reisen leisten zu können, verzichtete Kressig auf ein Auto. "Beides konnte ich nicht finanzieren." So war er unter anderem in Mexiko und auch in Indien.

Seine Liebe zur Farbe entdeckte der Schwarzenberger bei einem Aquarellkurs bei Doreen Fiedler, der bei der Volkssolidarität angeboten wurde. "Später bin ich auf Acryl umgestiegen. Das bietet mehr Möglichkeiten und auch kräftige Farben. Außerdem ist es einfacher zu korrigieren. Das geht bei Aquarell gar nicht."

Die zwölf Mitglieder des Kurses seien über die Jahre eng zusammengewachsen. Da Doreen Fiedler diesen nicht mehr leiten kann, springt Kressig nun in die Bresche. Er möchte nicht, dass alles auseinanderfällt und übernimmt Verantwortung. "Es wäre schön, wenn wir hier in der Wohnanlage eine Möglichkeit finden würden, notfalls gehen wir in meine Wohnung", so Kressig, für den ein Verkauf seiner Bilder nicht in Frage kommt. "Ich verschenke sie lieber an Familie und Freunde."

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.