Scheibenbergerin zur neuen Vugelbeerkönigin gekrönt

Sandra Göthel darf drei Jahre lang die Vugelbeer-stadt repräsentieren. Dafür bekommt die zweifache Mutter sogar ein Auto.

Sandra Göthel aus Scheibenberg ist die neue Vugelbeerkönigin. An der Seite des Vugelbeermannels (Ulrich Meyer) wird sie drei Jahre lang die Stadt Lauter-Bernsbach repräsentieren.

Von Katja Lippmann-Wagner

Sandra Göthel aus Scheibenberg ist neue Lauterer Vugelbeerkönigin. Die 35-Jährige wird drei Jahre lang die Vugelbeerstadt repräsentieren. Die zweifache Mutter arbeitet im Eventbereich. Sie hilft bei verschiedenen Veranstaltungen aus und arbeitet im Servicebereich in der Gastronomie. Sowohl im Sommer als auch im Winter ist sie in Kurort Oberwiesenthal zu finden. In den warmen Monaten betreut sie das Bungee-Trampolin. In den kalten Monaten serviert sie heiße und alkoholische Getränke zum Apres Ski. Auch mag sie selbst Ski und Snowboard und fährt am Fichtelberg und Keilberg.

Bürgermeister Thomas Kunzmann freute sich, dass der Posten wieder vergeben ist und hofft durch eine dreijährige Amtszeit auf Beständigkeit. Es sei nach der langen Pause ein richtiger kultureller Neuanfang. Denn die Wahl ging innerhalb des diesmal zweitägigen 25. Lauterer Vugelbeerfastes über die Bühne. "Ganz besonders habe ich mich gefreut, dass so viele ehemalige Königinnen da waren", so Kunzmann, der mit dem abwechslungsreichen Bühnenprogramm und dem verständnisvollen Publikum sehr zu frieden war.

"Wir hatten eine starke Runde von Kandidaten, die allesamt das Erzgebirge repräsentieren können. Sie wären würdige Hoheiten gewesen", sagte Thomas Kunzmann. An Sandra Göthels Auftritt hat den Stadtchef, der nicht zur Jury gehörte, ihre musikalische Präsentation begeistert. Die Scheibenbergerin hatte extra dafür ein erzgebirgisches Lied umgeschrieben. "Nachdem das Publikum von meinem Lied, das ich extra für das Fest geschrieben habe, so begeistert war, hatte ich das Gefühl, zumindest das Publikum auf meiner Seite zu haben", sagte Sandra Göthel.

Natürlich hatte das noch nichts mit der Juryentscheidung zu tun. "Ich fand die Variante mit der Jury sehr gerecht für alle Kandidatinnen. Sie war unabhängig und damit neutral", sagte die 35-Jährige, die keinerlei Zweifel daran hat, dass sie das Amt gut ausfüllen kann. "Ich bin selbstständig, kann mir die Zeit gut einteilen und habe damit mehr Freiraum als in einer Festanstellung."

Ihre beiden Mädchen Amelie (6) und Salome (9) drückten ihr nicht nur die Daumen, sondern standen gleich mit auf der Bühne und sangen gemeinsam mit ihrer Mama den "Vugelbeerbaam". Bei der Kinderbetreuung kann sich die frisch gekrönte Königin auf ihre Familie verlassen. "Sollte mal ein mehrtägiger Messebesuch anstehen, freuen sich meine Töchter schon auf die Oma- und Opazeit."

Sandra Göthel selbst freut sich auf all das, was das Amt mit sich bringt. Unter anderem war mit dem Sieg ein neues Auto für sie verbunden. "Da bin ich schon ein bisschen stolz, mit einer Königinnenkutsche durchs Erzgebirge zu düsen."

Diese Kutsche haben die Festorganisatoren zur Verfügung gestellt. "Wir haben überlegt, mit welchem Anreiz wir mehr Bewerberinnen locken könnten", erklärte Mike Schneising, der Betriebsleiter von Lautergold. Er saß selbst mit in der Jury und sagte: "Es war eine wirklich schwere Entscheidung, weil jede Kandidatin ihre Vorzüge hatte." Durch unabhängige Punktevergabe aller acht Juroren hat sich diejenige mit der besten Bühnenpräsenz durchgesetzt.

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