Haus der Dienste bleibt trotz Verkauf erhalten

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Drebach erhält für Objekt im Ortsteil Scharfenstein rund 193.000 Euro

Scharfenstein.

Das Haus der Dienste im Ortsteil Scharfenstein bekommt einen neuen Eigentümer. Sich beim Verkauf für einen Bieter zu entscheiden, ist dem Drebacher Gemeinderat während der jüngsten Sitzung leichtgefallen, da zwei der drei Kandidaten mit ihren Zahlen unter der geforderten Summe blieben. "Nur einer hat den Preis geboten, der durch ein Gutachten zugrunde gelegt wurde", erklärte Bürgermeister Jens Haustein (Mandat CDU). Für 193.000 Euro wurde das Objekt nun von der Kommune verkauft. Sorgen, dass sich in dem für das Dorfleben so wichtigen Haus der Dienste nun vieles ändern wird, müssen sich die Scharfensteiner laut Haustein aber nicht machen.

"Der neue Eigentümer hat keinen Eigenbedarf angemeldet. Es wird also weiterhin so genutzt wie bisher", sagte das Gemeindeoberhaupt. Anwohner können also auch in Zukunft die Dienste einer Physiotherapie, eines Friseursalons, eines Nagelstudios und eines Zahnarztes nutzen. Wahrscheinlich kommt sogar bald noch ein weiteres Angebot dazu, denn laut Haustein gibt es auch für die einzige freistehende der insgesamt fünf Gewerbeeinheiten im Gebäude einen Interessenten.

Diese Auslastung sorgt unter anderem bei Wolfgang Volkmann für Freude und Zufriedenheit. "Das Haus der Dienste ist für Scharfenstein von großer Bedeutung", betonte der 70-Jährige. "Für viele Menschen ist es wichtig, solche Angebote direkt im Ort zu haben", ergänzte der Gemeinderat, der einst großen Anteil an der Entstehung dieses Objekts hatte. Volkmann war Scharfensteins Bürgermeister, als der damalige Gemeinderat die Umnutzung des Gebäudes beschloss.

Anfang der 1980er-Jahre als Kinderkrippe für das DKK-Werk gebaut, sollte der Plattenbau ab 1994 gewerblichen Zwecken dienen. "Wir haben dafür viel Geld in die Hand genommen", erinnert sich Volkmann an die Geburt vom Haus der Dienste, das ein Treppenhaus als Anbau erhielt und fortan Bewohnern kurze Wege ermöglichte. Dass dies so bleibt, ist laut Wolfgang Volkmann "ein positives Zeichen".

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