Vandalismus: Neue Wegweiser in Olbernhau schon wieder zerstört

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Unbekannte haben Schilder an Wanderwegen verbogen. Der finanzielle Schaden ist das eine. Für die ehrenamtlich arbeitenden Wegewarte sind die Taten ein Schlag ins Gesicht. Und es gibt noch eine schlechte Nachricht.

Olbernhau.

Vor wenigen Tagen erst wurde der neue Wegweiser an der Saigerhütte in Olbernhau aufgestellt. Schon muss er wieder ersetzt werden, weil Unbekannte die Schilder verbogen haben. Wegewarte der Stadt haben die mutwilligen Beschädigungen entdeckt, sagt Marco Hunger von der Stadtverwaltung. Der Schaden: 400 Euro. Die Stadt hat bereits Anzeige erstattet.

Der jüngste Fall war nicht die erste Zerstörung am Wanderwegenetz in Olbernhau. Im Mai haben sich Unbekannte bereits an einem Schild am Postplatz vergriffen und vor rund drei Wochen wurde die Teufelsskulptur an der Kreuzung Hand beschädigt. Dabei entstanden jeweils Schäden von mehreren Hundert Euro. "Es gibt immer mal solche Fälle, aber bei den neuen Schildern ist es besonders ärgerlich", sagt Hunger. Erst im Mai hatte eine Firma im Auftrag der Stadt begonnen, an mehr als 400 Standorten entlang des 330 Kilometer langen Wegenetzes sämtliche Schilder auszutauschen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 146.000 Euro. Der finanzielle Schaden, der bei den Zerstörungen entsteht, sei das eine. Für die ehrenamtlich arbeitenden Wegewarte seien die Taten ein Schlag ins Gesicht.

In allen Fällen erstattete die Stadt Anzeige. Laut Polizeisprecherin Jana Ulbricht lassen sich Täter in solchen Angelegenheiten meist schwer fassen. Die Schilder sind abgelegen, sodass kaum Zeugen zugegen sind. Die Witterung erschwere die Spurensuche. Wie häufig es in der Region zu derartigen Sachbeschädigungen kommt, sei schwer einzuschätzen, sagt Ulbricht. Es gebe keine örtlichen Schwerpunkte. Werden Täter gefasst, müssen sie mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren rechnen.

Der Olbernhauer Gebietswegewart Matthias Drechsel fordert nun mehr Abschreckung, beispielsweise durch den Einsatz von Wildkameras. Das wiederum erachtet die Polizeisprecherin aus Datenschutzgründen als schwer umsetzbar.

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