Neues Stück greift Kunstraub und Fernsehsendung auf

Die Laienspielgruppe De Kiehäädner Ahreimeln probt für die nächste Premiere. Corona könnte dieser aber einen Strich durch die Rechnung machen.

Kühnhaide.

Die Kühnhaider Mundart-Laienspielgruppe De Kiehäädner Ahreimeln steht vor ihrer siebten Premiere. Ihr neues Stück heißt "Rares für Bares" und soll bei der örtlichen Kirmes am 3. und 4. September zu sehen sein. Bis dahin heißt es proben, aufgrund der Corona-Pandemie tun das die Darsteller allerdings derzeit jeder für sich.

Geschrieben hat das Theaterstück der Kühnhaider Ortschronist Romeo Bräuer. Auch bei der Nummer 7 soll es sich wieder um ein humorvolles und heimatverbundenes Bühnenstück handeln, in dessen Verlauf sich die absurdesten Verstrickungen entspinnen.

"Ende Februar haben wir das Stück besprochen und die Rollen verteilt. Auch eine Probe folgte bis Anfang März. Dann haben wir laut der staatlichen Verordnung die Zusammenkünfte ausgesetzt, jeder hat ein Exemplar mit nach Hause bekommen. Nun hoffen wir, im Mai wieder in die Proben einsteigen zu können. Falls das nicht möglich ist, müssen wir, da auch allerhand Vorbereitungsarbeiten nötig sind, das Ganze auf nächstes Jahr verschieben. Denn wird müssen auch irgendwann tatsächlich zusammen spielen. Es nützt nichts, wenn jeder textsicher ist, es muss auch die Interaktion zwischen den Darstellern funktionieren", so Romeo Bräuer.

Als Vorlage für das Bühnengeschehen diente dem Kühnhaider der Blitzraub im Dresdner Grünen Gewölbe. Dort hatten bislang unbekannte Diebe am frühen Morgen des 25. November wertvolle Ausstellungsstücke entwendet. Diesen Kunstraub griff nun Romeo Bräuer auf. Die Einbrecher aus dem Grünen Gewölbe werden von einem Rudel Wölfe verfolgt. Auf ihrer Flucht landen die Diebe in Kühnhaide und verstecken das Diebesgut in einem Hasenstall. Die älteren Bewohner des Hauses, Oma und Opa, finden die wertvollen Schmuckstücke. Die wollen sie zu Geld machen und landen bei der Fernsehsendung "Bares für Rares". Dort bieten Privatleute unter anderem Schmuck, Gemälde und altes Spielzeug an. Doch für die Sachverständigen sind die Stücke aus Kühnhaide, die vor ihnen auf dem Tisch liegen, lediglich Plagiate, entsprechend bekommen die Finder nicht viel für ihre Sachen. Am Ende bekommt das weltbekannte Museum Grünes Gewölbe in Dresden quasi als Ersatz für den gestohlenen Schmuck einen Hauch von Weltkulturerbe aus Kühnhaide. Das steht dort anstatt der gestohlenen Sachen.

Wie die Geschichte ausgeht und um welches Exponat aus dem Erzgebirge es sich genau handelt, das in Zukunft im Grünen Gewölbe zu sehen ist, wird erst zur Kühnhaider Kirmes verraten. Dann können sich die Zuschauer auch auf ein neues Mitglied in der rund 20-köpfigen Laienspielgruppe freuen. "Uns bereichert eine neue Mitspielerin, die aus Chemnitz kommt und mit ihrer Familie nach Kühnhaide gezogen ist", sagt Romeo Bräuer.

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