Bürgermeisterwahl in Neukirchen: Nur Sascha Thamm tritt an

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Der Neukirchener Bürgermeister ist mit der Entwicklung der Gemeinde während der vergangenen Jahre zufrieden, sieht aber auch Verbesserungsbedarf. In den kommenden Jahren möchte er die Gemeinde stark für die Zukunft machen.

Neukirchen.

Neben dem Landrat für den Erzgebirgskreis wird in Neukirchen am 12. Juni ein Bürgermeister gewählt. Amtsinhaber Sascha Thamm möchte auch die nächsten sieben Jahre an der Spitze der Verwaltung stehen. Einen Mitbewerber gibt es nicht.

"Neukirchen hat sich die vergangenen sieben Jahre zwar toll entwickelt, ist aber lange nicht dort, wo es sein könnte. In dem Ort steckt viel Potenzial, was noch rausgeholt werden kann", bilanziert der 36-Jährige. Zu seiner ersten Wahl im Jahr 2015 trat er mit drei großen Themen an: Familie, Gemeinschaft und Zukunft. In diesen Bereichen sieht er etliche Erfolge. Dazu zählt Sascha Thamm die nachhaltige Sicherung der Schulstandorte und die Stärkung der Gemeinschaft - etwa durch ein aktives Vereinsleben und verschiedene Feste und Veranstaltungen. Zugleich sei ihm ein gemeinsames Arbeiten aller Akteure unter Berücksichtigung der Identität der Ortsteile wichtig: "Vor Entscheidungen versuche ich immer, viele Meinungen einzuholen."

In seine Erfolgsbilanz ordnet Sascha Thamm auch die Verbesserung von Gemeindestraßen ein. In Adorf laufe zudem der Breitbandausbau. Sein Credo: "Am wichtigsten ist es mir, bürgernah und offen für alle konstruktiven Vorschläge zu sein und Probleme lösungsorientiert anzugehen." Er arbeite dafür, dass die Gemeinde finanziell stabil bleibt, ohne notwendige Investitionen aus dem Fokus zu verlieren.

Seit 2015 hatte Neukirchen eine positive Jahresbilanz. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank seitdem von 513 auf aktuell 197 Euro. Mit anderen Entwicklungen ist Sascha Thamm unzufrieden - zum Beispiel dem Neubau der Grundschule. "Der Baubeginn ist immer noch nicht erfolgt, weil es an Fördermitteln fehlt. Auch der Breitbandausbau verzögerte sich wegen mangelnden Fördermitteln", sagt der 36-Jährige. Seit seiner ersten Arbeitswoche habe er sich mit diesen Themen beschäftigt. Außerdem habe die Coronapandemie das Gemeindeleben etwas zurückgeworfen. Das macht er unter anderem an der rückläufigen Bürgerbeteiligung fest.

Für die nächsten sieben Jahre hat der Bürgermeister schon Ziele im Blick. Unter anderem möchte er die potenzielle Entwicklungsfläche an der Stollberger Straße vorantreiben. Neben dem Bau des Kreisverkehrs und der Grundschule strebt er die Umgestaltung des ehemaligen Autohauses Lämmel zum Gemeinschaftszentrum und der Fläche gegenüber zu einem Freizeitgelände an. Außerdem sollen Nachnutzungskonzepte für die jetzigen Grundschulen in Neukirchen und Adorf erarbeitet werden. Die Kommunikation in der Bevölkerung soll durch Plattformen und Veranstaltungen verbessert werden. Sascha Thamm stell sich zum Beispiel einen Seniorenbeirat oder ein Jugendparlament vor. Er möchte die nächste Wahlperiode gemeinsam mit den Neukirchener Bürgern gestalten: "Auch wenn ich eine Zukunftsvision habe, geht es nicht um meine Interessen, sondern um die der Bevölkerung." Zugleich gelte es, zentrale Fragen zu klären: "Wie kann der Ort noch lebenswerter werden? Wie kann man dem demografischen Wandel entgegenwirken? Wie können wir die Gemeinde digitaler machen?"


Sascha Thamm

In Karl-Marx-Stadt am 12. September 1985 geboren, lebt Sascha Thamm seitdem in Neukirchen.

2005 absolvierte er sein Abitur am Carl-von-Bach-Gymnasium in Stollberg, anschließend durchlief er von 2008 bis 2011 eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten in der Lugauer Stadtverwaltung.

Bis 2015 arbeitete Sascha Thamm im Bauamt der Stadt Lugau. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. (gudo)

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