Erinnerung mit Grausen

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Schlamm verdirbt Waren und Rohstoffe bei Curt Bauer

Aue.

"Die Erinnerung an das Hochwasser weckt in mir heute noch das Grausen", sagt Gert Bauer. Damals wie heute war er Geschäftsführer des Auer Textilunternehmens Curt Bauer. Damals wie heute fließt das Schwarzwasser mitten durch den Betrieb. Als der Fluss vor 20 Jahren um das Vielfache anschwoll, sorgte er dafür, dass in der Weberei das Wasser zwischen 15 und 30 Zentimeter hoch stand, in der Veredlung sogar 1,80 Meter. "Wir hatten die Situation noch am 12. August nachmittags anders eingeschätzt, weil die Pegel wieder gesunken waren. Am nächsten Morgen konnten wir schon wegen des Hochwassers nicht mehr in den Betrieb", so Gert Bauer. In der Nacht hatte es eine der Brücken weggerissen, die übers Schwarzwasser die Betriebsteile verbindet. Die Brücke, vielleicht 100 Jahre alt, war erst zehn Jahre zuvor saniert worden. Als das Hochwasser durch war, war ein noch ganz anderer Schaden ersichtlich: "Schlamm, der dafür sorgte, dass man Maschinen, Waren und Rohstoffe nur noch entsorgen konnte", so Bauer. Der Gesamtschaden an Technik und Gebäuden: 8,5 Millionen Euro. Um die sechs Wochen brauchte es, um die Produktion wieder hochfahren zu können. "Zum Glück bekamen wir Hilfe von einer Kompanie mit 70 Soldaten aus Wolfgangmaßen. Dafür hatte der damalige Landrat Karl Matko gesorgt", so Bauer. (ike)

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