A-Ha in Leipzig: Ihre Pop-Klassiker zünden immer noch

Die Norweger rollen in der Messestadt einen Synthi-Pop-Klangteppich der Erinnerungen aus und begeistern damit fast 10.000 Fans.

Leipzig. In einer nahezu ausverkauften Leipziger Arena hat das norwegische Pop-Trio A-Ha am Mittwochabend vor allem mit den Hits ihres Debüt-Album "Hunting High an Low" beim Publikum Erinnerungen an Glanz-Zeiten des Synthi-Pops in den 1980-er Jahren geweckt.

Das kam gut an bei dem Konzertbesuchern, die es, mehrheitlich im gesetzten Alter, dennoch vom ersten Song an nicht auf den Stühlen der Arena hielt. A-Ha spielten gleich zum Auftakt des Konzerts in Original-Reihefolge die zehn Songs ihres 1985 erschienen Debüt-Albums "Hunting High and Low", wie es die Norweger bisher nur zweimal vor neun Jahren in Oslo und London getan hatten. Natürlich gab es auch einige neue Lieder des schon mehrfach getrennten und immer wieder vereinten Trios zu hören. Doch die Gänsehaut-Momente blieben den Klassikern vorbehalten, wie bei "The Living Dayligths", der Song zum Bond-Film von 1987, "Stay on These Roads" (1988) oder "Crying In The Rain". Das weckte im Publikum die Erinnerungen an die Jugendzeit. Begeistert stimmten die Generation Ü-40 in der Arena ein und erleuchtete die Halle mit einem Meer aus Handy-Lampen. Auch einige der visuellen Effekte im Bühnenhintergrund, sonst mehrheitlich Naturvideoaufnahmen, waren angelehnt an die Mischung aus Realität und Cartoon, wie aus dem Musikvideo zu "Take on me" bekannt, mit dem A-Ha dereinst in 27 Ländern die Chartspitzen eroberte.

Neu interpretiert und doch ganz nah an dem vom Tonträger bekannten Hörerlebnis beeindruckte Sänger Morten Harket mit scheinbar mühelosen Wechsel von Normal- in Kopfstimme. Der 60-Jährige zeigte sich auch äußerlich gut in Form, übte sich aber wie gewohnt beim Dialog mit den Fans in Zurückhaltung, bis auf den Aufruf als großer Chor einzustimmen in den Refrain von "Hunting High and Low" - getreu dem Motto der "play hunting high and low live"-Tour. Damit kehren Morten Harket, Keyboarder Magne Furuholmen und Pål Waaktaar-Savoy (Gitarre) im nächsten Jahr am 5. November noch einmal nach Leipzig zurück. (jl)

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