Latte

Pop

Diese Platte hört man in der Hoffnung, dass Hape Kerkeling endlich das Balbina-Kostüm abwirft und "Hurz!" ruft: Auf ihrer dritten Platte "Punkt" (Warner) fabriziert die Berliner Sängerin affektierte Leblosigkeit, die so aggressiv für Kunst gehalten werden will, dass man eine Styropor-auf-Wandtafel-Gänsehaut bekommt. Was natürlich zum Plan gehört: In der Reisbrett-Welt von Balbina ist Kunst gleichbedeutend mit Kontroverse (Rammstein!), und sowas lässt sich ja vermeintlich gut serienfertigen. Also wurde Studiohandwerker-Geklimper von der Stange zur schrägen Anspruchsbehauptung verbogen und mit einem Text-Lattenrost aus Intellekt-Imitat vernagelt - ein Konstrukt, dem die Berechnung aus allen Fugen bröselt und für das "unsympathisch" die freundlichstmögliche Umschreibung ist.


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