Eine Empfehlung für AKK

Zur Abschiedsrede Angela Merkels als CDU-Parteichefin

"Es war mir eine Ehre." Mit diesen Worten hat sich Angela Merkel als Parteichefin von der CDU verabschiedet. Es war eine Rede, die praktisch die Art und Weise Merkel noch einmal auf den Punkt brachte. Sachlich, ohne sprachlichen Glanz, pragmatisch und zum Abschied mit ein ganz klein wenig Emotionen. Nichts Besonderes.

Merkel hat sich mit ihren Worten nicht direkt für oder gegen einen Kandidaten oder eine Kandidatin ausgesprochen. Aber Tenor und Struktur der Rede waren Beleg für das offene Geheimnis, wen sie ihrer Partei als Nachfolgerin empfiehlt: Annegret Kramp-Karrenbauer.

So stellte sie gleich am Anfang heraus, wer die Erfolge für die Union im vergangenen Jahr eingefahren hat: Kramp-Karrenbauer im Saarland, Daniel Günther in Schleswig-Holstein und Armin Laschet in Nordrhein-Westfalen. Das Merkel-Lager. Mehr aber noch war es die kurze, in die Zukunft gerichtete Passage, in der sie ihre Partei davor warnte, zu sehr in die Vergangenheit zu schauen. Sie müsse die Zukunft in den Blick nehmen. "Mit neuen Köpfen, neuen Strukturen, aber den alten Werten." Und beim Zurückblicken meinte sie nicht etwa die Zeit, in der Kramp-Karrenbauer bereits als Generalsekretärin an ihrer Seite stand, sondern die, in der Friedrich Merz noch eine Steuerreform auf dem Bierdeckel entwarf.

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