Bundesstraße 173: Sanierung zwischen Niederwiesa und Chemnitz zieht sich

Ein Fertigstellungstermin ist noch nicht absehbar. Klar ist aber: Die Strecke bleibt erst mal ein Nadelöhr.

Niederwiesa/Chemnitz.

Die B 173 zwischen Niederwiesa und Chemnitz bleibt vorerst Nadelöhr. Bis voraussichtlich Freitag ist die Fahrbahn Richtung Chemnitz gesperrt, und ab 20. Juli noch einmal jene in Richtung Flöha. Das hat Franz Grossmann von der Pressestelle des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf Anfrage der "Freien Presse" am Montag mitgeteilt. Als Grund gibt die Behörde Restleistungen an, die abzuarbeiten seien. Einen Termin zur Fertigstellung konnte er nicht nennen. "Wir rechnen zum aktuellen Zeitpunkt noch einmal mit einer Dauer von mindestens ein bis zwei Wochen für die Richtungsfahrbahn Flöha", so Grossmann.

Die Freigabe der Verkehrsader zwischen Flöha und Chemnitz war nach mehrmonatiger Sanierung für Anfang Juli vorgesehen. Doch das Lasuv kündigte Restarbeiten an. Außerdem wurde auf Kritik von "Freien Presse"-Lesern reagiert, die Schäden im neuen Belag vermuteten. Pendler hatten Wellen ausgemacht, insbesondere zwischen der Tankstelle in Niederwiesa und Chemnitz.

Aus dem Landesamt hieß es dazu: "Wie bereits mitgeteilt, sind uns die Unebenheiten in der Fahrbahn bekannt. Bezüglich der angesprochenen Wellen gab die Ebenheitsmessung nach vertraglich vereinbarten technischen Regeln (bundeseinheitlich) keine Anhaltspunkte für Mängel, insofern besteht hier keine vertragliche Handhabe für Nachbesserungen. Nichtsdestotrotz wird hier seitens des Lasuv Ursachenforschung betrieben, um Vergleichbares künftig vermeiden zu können."

Im Bereich Niederwiesa sei der erst kürzlich beim Brückenbau aufgebrachte Asphalt verblieben. Daraus resultieren laut Grossmann Quernähte an den Anschlüssen zum nun verlegten Belag. Die Baukosten hatte das Lasuv im Frühjahr mit rund 2 Millionen Euro beziffert. (ka)

1Kommentare

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    HeiniMüller
    16.07.2020

    Es ist schon ungeheuerlich wie die Wellen nun wieder als normgerecht zurechtgelabert werden.
    Das gleiche Prozedere wie bei allen öffentlich finanzierten Dingen.
    Es wird in großem Stil Mist gebaut und der Steuerzahler muss nicht nur dafür blechen, sondern sich in diesem Fall auch noch täglich durchschütteln lassen.
    Zieht endlich die Verantwortlichen zur Rechenschaft und lasst Sie dafür blechen oder eine der Qualifizierung entsprechende Tätigkeit ausführen.
    Es wundert einen nicht das die Stimmung im Land kippt.
    Die einen wackeln bis zum Umfallen und andere dürfen Konsequenzenlos eine Sch.. nach der anderen bauen.
    Werdet endlich wach!