Familie zieht nach Brand in Notunterkunft

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Wegen eines technischen Defektes hat in Frankenberg das Dach eines privaten Hauses gebrannt. Vier Bewohner wurden verletzt. Die Wohnungen sind nicht mehr zu nutzen.

Frankenberg.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mussten in der Nacht zum Mittwoch in Frankenberg zur Altenhainer Straße eilen. Gegen 3.30 Uhr stand dort das Dach des Wohnhauses mit der Nummer 47 in Flammen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Polizei von einem technischen Defekt in der Elektrik des Hauses aus. Das sagte Polizeikommissar Robin Reichel auf Anfrage. Vermutlich gab es einen Defekt in der Beleuchtung im Dach. Das hätten die Brandursachenermittler festgestellt. Die Polizeidirektion Chemnitz schätzt den entstandenen Schaden auf einen Betrag in sechsstelliger Höhe.

Ein Bewohner des Gebäudes hatte den Brand festgestellt und telefonisch die Feuerwehr alarmiert. Etwa 70 Kameraden der Freiwilligen Wehren aus Frankenberg, Oberlichtenau und Flöha rückten zum Löscheinsatz aus. Nach Polizeiangaben rettete die Feuerwehr acht Betroffene im Alter zwischen 14 und 67 Jahren. Vier Mieter konnten vor dem Objekt angetroffen werden. Vier weitere Bewohner wurden durch die Feuerwehrleute mit einer Drehleiter aus dem Haus gerettet. Sie wurden wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

An der Einsatzstelle wurden die Trupps mit Atemschutz ausgerüstet und zur Rettung und Brandbekämpfung ins Gebäude geschickt, erklärte die FFW Dittersbach bei Facebook. Parallel lief bereits die Rettung einer Familie mit Kindern aus dem zweiten Obergeschoss über die Drehleiter.

Da das Dach bereits in Flammen stand, bekämpften die Kameraden das Feuer massiv über zwei Drehleitern von außen. Ein Übergreifen des Brandes aufs benachbarte, leerstehende Gebäude wurde verhindert.

Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden an. Die Bundesstraße 180 nach Flöha musste daher gesperrt werden. Auch die Töpferstraße ab der Lerchenstraße blieb aus gegebenem Anlass dicht. Der angrenzende Gehweg ist bis auf weiteres nicht zu nutzen.

Am Morgen sicherten Feuerwehr und Bauhof der Stadt das ausgebrannte Dach und entfernten lose Ziegel. Das Haus eines privaten Eigentümers aus dem Ausland sei nicht mehr bewohnbar, teilte die Stadtverwaltung nach Begutachtung mit. Die WGF Wohnungsgesellschaft Frankenberg stellte einer Familie mit zwei Kindern kurzfristig eine Notunterkunft zur Verfügung. Die weiteren Bewohner seien zunächst bei Bekannten oder Verwandten untergekommen.

Frankenbergs Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) dankt allen beteiligten Einsatzkräften für ihre schnelle Hilfe. "Dank der technisch gut ausgestatteten Feuerwehr sowie der gut ausgebildeten und engagierten Kameraden der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert werden", so Firmenich. Neben den 70 Feuerwehrleuten waren auch zehn Mitarbeiter des Bauhofes und vier des Ordnungsamtes im Einsatz. Der Tierschutzverein rettete einen Wellensittich.

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