Hurra, hurra die Schule beginnt

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So wie auf den erste Schultag nach mehr als einem halben Jahr Homeschooling haben sich die Flöhaer Grundschüler wohl lange nicht mehr gefreut. Die Pädagogen stehen jetzt aber vor einigen Herausforderungen.

Flöha.

Kurz nach halb zwölf am Donnerstag: Schulschluss für die Schüler der Grundschule "Friedrich Schiller" in Flöha. Aufgeregt kommen sie aus der Schule heraus. Die meisten strahlen und sprechen ganz aufgeregt mit ihren Freunden und Freundinnen. "Die Schule war gut!", sagt der siebenjährige Fredric Sacher zu seiner Mutter. Für den Erstklässler war es der erste Schultag nach über einem halben Jahr Homeschooling. Die gesunkenen Infektionszahlen erlauben es, dass seit Donnerstag alle 28.500 Schüler des Kreises in ihre Bildungsstätten zurückkehren können.

Als Anfang Dezember der Lockdown kam und die Schulen schließen mussten, war die Klasse von Fredric bereits seit zwei Wochen in Quarantäne, weil ein Mitschüler erkrankt war. Auch die Zeit nach Ostern, in der kurze Zeit Unterricht stattfand, verbrachte er zuhause. Zusammen mit seinen Eltern hat er die Zeit im Homeschooling aber gut gemeistert. Mutter Romy Sacher, selbst Lehrerin und gerade mit ihrer halbjährigen Tochter in Erziehungsurlaub, konnte aus ihren Erfahrungen als Pädagogin schöpfen. "Die Kommunikation zwischen der Schule, der Klassenlehrerin, den Schülern und uns Eltern war super. Ein richtiger Glücksgriff", berichtet sie.

Auch Lydia Hengst ist voll des Lobes über die Zusammenarbeit zwischen der Klassenlehrerin und den Eltern. "Wir haben Unterlagen früh genug zur Verfügung gestellt bekommen, sodass wir uns vorbereiten konnten. Es gab Videokonferenzen, es gab Audios darüber, wie man beispielsweise dem Kind Gedichte beibringen kann. Unsere Klassenlehrerin war wie ein Sechser im Lotto", so die Mutter eines Erstklässlers der Flöhaer Grundschule. "Da hat das Homeschooling sogar etwas Spaß gemacht. Aber jetzt freuen sich die Kinder sehr darauf, endlich ihre Freunde wiederzusehen."

Gute Stimmung herrschte auch im Klassenraum der zweiten Klasse. Klassenlehrerin Martina Koppenhöfer unterrichtet Deutsch und ist froh, dass sie ihre Schüler wieder in der Schule hat. "Wir vergleichen heute gemeinsam die Hausaufgaben der letzten Tage. Zusammen kriegen wir das hin, nicht wahr?", fragt sie ihre Schüler und bekommt ein lautes, fröhliches "Ja" als Antwort. Die Klassen kommen nun in Gruppen im Wechselmodell zur Schule.

"Wir spüren eine Erleichterung bei Schülern, Eltern und Lehrern darüber, dass für alle Kinder, wenn auch im wöchentlichen Wechsel, Schule starten kann", sagt Ines Schick, Schulleiterin der Grundschule "Friedrich Schiller" in Flöha. "Aus den Ergebnissen der häuslichen Lernzeit werden Lehrer nun wieder individuelle Einschätzungen treffen, auf welchem Entwicklungsstand sich jedes Kind befindet. Daraus ableitend wird Unterricht, wie in den vergangenen Monaten auch, aufgebaut. Lerndefiziten wird mit entsprechenden individuellen Hilfen begegnet und auf die Kernfächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch Hauptaugenmerk gelegt", ergänzt sie. "Jeder Lehrer stimmt sich mit den Eltern der Kinder individuell ab, um auch weiterhin zu motivieren."

Der Unterricht findet in Absprache mit den vier Horteinrichtungen und dem Schulträger von der ersten bis zur vierten Stunde statt. Im Anschluss unterstützen Lehrerin oder Lehrer die Kindern in häuslicher Lernzeit bei der Bearbeitung der Lernpläne.

Personell sei es eine große Herausforderung den Unterricht und parallel dazu die Betreuung der Kinder in häuslicher Lernzeit, in der Notbetreuung und den ab kommende Woche stattfindenden Schwimmunterricht abzusichern, sagt Ines Schick. "Wir bleiben aber optimistisch, für alle anstehenden Herausforderungen Lösungen zu finden und wissen um die große Unterstützung der Eltern seit über einem Jahr. Für die Geduld, den wertschätzenden Umgang miteinander und das Engagement zum Wohle unserer Kinder sind wir sehr dankbar", so die Grundschulleiterin.

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