Bergstadtfest - ja oder nein?

Darum geht es in der Debatte

Freiberg.

Eigentlich findet das Bergstadtfest in Freiberg im Juni statt. Coronabedingt sind aber sämtliche Großveranstaltungen abgesagt. Für Freibergs OB Sven Krüger ist das Bergstadtfest aber zu wichtig, um es ausfallen zu lassen - also soll es erst im September stattfinden. Laut Krüger wird Mittelsachsens größtes Volksfest dringend gebraucht - als "Magnet unserer Stadt sowie für unsere Händler, Hotels und Gastronomen".

Freiberger Händler aber stellen das Fest in diesem Jahr generell infrage. Sie fordern nachhaltigere Konzepte, um die Stadt wiederzubeleben und Kunden sowie Gäste zurückzugewinnen. Daraufhin gibt es online Widerstand.

Daraufhin meldet sich Sven Krüger in der "Freien Presse" erneut zu Wort und verteidigt das Fest: "Dabei sollte man die Ausgaben für das Bergstadtfest als Investition in die heimische Wirtschaft sehen. Viele Betriebe profitieren davon, zahlen Steuern, beschäftigen Mitarbeiter und sorgen für regionalen Umsatz. Auch das stärkt die Kaufkraft sowie Handel und Gastronomie."

Kurz darauf: In der Diskussion über das Vorhaben, das Bergstadtfest in diesem Jahr trotz - oder je nach Perspektive auch gerade wegen - der Coronakrise zu veranstalten, zeichnet sich eine Tendenz ab. Öffentliche Unterstützung für die Pläne der Stadtverwaltung, das größte Volksfest in Mittelsachsen auf das erste Septemberwochenende zu verschieben, kommt vor allem von größeren Firmen. Inhaber kleinerer Geschäfte in der Stadt dagegen, die sich äußern, haben oft schon dem traditionellen Termin Ende Juni nicht viel abgewinnen können. Die Coronakrise verstärkt ihre Ablehnung.

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