Musikschüler proben auf Augenhöhe mit den Profis

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Konzert zum Abschluss des Musikerlebnistages im Freiberger Theater

Freiberg.

Um Kammermusik ist es beim jüngsten Musikerlebnistag "Spiel weiter!" im Freiberger Theater gegangen. Bei der von der Musikschule Mittelsachsen und dem Mittelsächsischen Theater organisierten Veranstaltung standen Proben und Workshops, beispielsweise zum Dirigieren oder zum Multitalent Ohr, auf dem Programm. "Kammermusik baut Brücken zwischen Solo- und Orchesterspiel. Sie schafft eine spezielle Nähe zur Musik und zwischen den Menschen - auf der Bühne und im Publikum", sagte Konzertdramaturgin Hanne Tautorus auf Anfrage von "Freie Presse". Kammermusikalische Arbeit stelle in ihrem hohen Anspruch an genaues Hören und sensibles Zusammenspiel mit den Kollegen eine besondere Herausforderung an die Musiker dar.

Der Musikerlebnistag sollte kammermusikalische Arbeit von Musikschülerinnen und Musikschülern auf Augenhöhe mit den Profis der Mittelsächsischen Philharmonie ermöglichen. Ein Beispiel: Im Streichquartett des Orchesters wurden verschiedene Positionen im Wechsel auch von Schülerinnen und Schülern übernommen. Mal war die 2. Geige, mal das Violoncello mit Schülern besetzt.

Im Vorfeld hatten Musikschüler und Mitglieder der Mittelsächsischen Philharmonie bereits an mehreren Tagen miteinander geprobt. Der Sonntag war für alle Beteiligten ein langer, ereignisreicher Tag. Er begann 11 Uhr mit der Generalprobe und ging bis zum Konzertende kurz vor 18 Uhr. "Neben einer konzentrierten Generalprobe und einem anspruchsvollen Konzert gab es auch viel Spaß bei gemeinsamem Mittagessen und anregenden Workshops", sagte Dramaturgin Tautorus.

Am Konzert beteiligt waren 14 Schülerinnen und Schüler der Musikschule im Alter von sieben Jahren bis ins Erwachsenenalter, acht Mitglieder der Mittelsächsischen Philharmonie sowie Korrepetitorin Hui Won Lee. Das breit gefächerte Programm reichte von Vivaldi und Bach bis zu Filmmusik aus "Der Herr der Ringe". Zum Abschluss erklang eine witzige Komposition von Musiklehrer André Engelbrecht "The Blue Ants Dance".

Ein Wermutstropfen: Leider musste beim Konzert der große Schlussapplaus, den alle mehr als verdient hätten, wegen der pandemiebedingten Abstandsregeln im Theater entfallen. Alle Beteiligten hätten nicht gleichzeitig auf der Bühne stehen dürfen.

Am nächsten Samstag findet ein Musikerlebnistag im Theater Döbeln statt. Dort würden sich die Organisatoren über mehr Teilnehmer an den Workshops freuen. (hh)

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