Kriebstein: Betreiber verschiebt Talsperren-Sanierung

Wasser bleibt 2020 in der Talsperre

Kriebstein.

Die für kommendes Jahr angekündigte Absenkung des Wasserpegels in der Talsperre Kriebstein ist verschoben, für die Saison gibt es damit keine Einschränkungen für Wassersport und Tourismus. Das hat der Vorsitzende des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre, Ralf Schreiber, bestätigt. Die ursprünglich geplante Sanierung der Staumauer, für die die Talsperre hätte trocken gelegt werden müssen, sei verschoben, weil das Genehmigungsverfahren dafür nach Angaben der Landesdirektion Sachsen mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Der Betreiber von Staumauer und Wasserkraftwerk, die Karl-Beteiligungs GmbH Innernzell, hat nach Angaben eines Unternehmenssprechers bestätigt, dass deren Investitionsvorhaben in der Folge auf das Jahr 2021 verschoben worden ist. Er geht nun davon aus, dass erst im August 2021 das Wasser aus der Talsperre abgelassen wird.

Die Firma Karl will nicht nur die Staumauer sanieren, sondern auch eine Hochwasserentlastungsanlage erweitern. Diese Arbeiten machen aber ein komplettes Absenken des Staupegels erforderlich. Im kommenden Jahr wird voraussichtlich dennoch an der Talsperre gebaut: Der Talsperrenzweckverband plant die Sanierung der Ufermauer am Hafen sowie den Neubau des Fähranlegers. Das könne laut Zweckverband auch bei normal hohen Wasserpegel durch Spezialfirmen erfolgen. Ob damit Einschränkungen für die Schifffahrt auf der Talsperre Kriebstein verbunden sind, werde erst im Dezember klar sein, wenn die Ergebnisse der Ausschreibung für die rund drei Millionen Euro teuren Bauprojekte vorliegen. (jl)

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