Weltrekord vor der Semperoper mit den Funken aus Mittelsachsen

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Am Sonntag haben genau 1136 Gardemädels und einige wenige Männer in Dresden gemeinsam getanzt - eine weitweite Bestmarke. Viele Karnevalsvereine aus der Region waren voller Stolz dabei.

Ringethal/Dresden.

Dieses Wochenende wird Mike Tauchmann vom Faschingsclub Penig (FCP) wohl nie mehr vergessen. Am Samstag moderierte er in der Sporthalle in Mittweida nach zwei Jahren coronabedingter Pause wieder das Tanzfestival. Und am Sonntag wurde er in Dresden Zeuge eines Weltrekords. Genau 1136 Funken aus insgesamt 85 Vereinen des Freistaats zeigten vor der Semperoper gemeinsam einen Gardetanz. Mittendrin tanzten viele Vertreter aus Mittelsachsen und sieben Mädels des FCP.

"Das war Gänsehaut pur", zeigte sich Tauchmann begeistert. "Egal mit wem man gesprochen hat, ob mit Tanzmädels oder Zuschauern, alle waren überwältigt von der Stimmung und der Atmosphäre." Am Ende haben alle gejubelt und sich in den Armen gelegen. Die Organisation sei perfekt gewesen, was auch die Vertreter weiterer mittelsächsischer Vereine bestätigten. Aus dem Landkreis trugen noch Garden aus Geringswalde, Ringethal, Mittweida, Kriebethal, Crossen, Braunsdorf, Frankenstein, Breitenau und Frankenberg zum Weltrekord bei.

Die alte Bestmarke für die größte Garde unter freiem Himmel war 2014 in Anklam mit 381 Tänzerinnen aufgestellt worden. Dieser Wert wurde nun regelrecht pulverisiert. "Dafür mussten wir aber auch etwas zeigen", erläutert Francis Pohl von Ringethaler Carnevalsverein (RCV), der insgesamt 18 Mädchen und Frauen aufmarschieren ließ. Sogar einige ehemalige Funken seien "reaktiviert" worden.

"Es waren acht oder neun Wertungsrichter, die genau hingeschaut haben, ob auch alles synchron ist", erzählt Pohl. "Ein richtiges Gardetanzkostüm war natürlich vorgeschrieben, da konnte also nicht einfach jeder so mitmachen." Die Bewertung nahm das "Rekordinstitut für Deutschland" vor, ein Pendant zum international ausgerichteten Guinness-Buch. Die Choreografie hatten die Vereine im Vorfeld bekommen, jede Gruppe übte diese zunächst ganz individuell ein.

"Alles das hat schon motiviert", sagt Melanie Nebe vom Mittweidaer Karnevalsverein, die auch beim Verband Sächsischer Carneval (VSC) mitwirkt. "In Dresden war es einfach nur toll, mal wieder mit den Vereinen zusammen zu sein, die man wegen Corona so lange nicht gesehen hat." Vor der Semperoper gab es dann zunächst einen Probedurchgang, der laut VSC auch schon prima geklappt hat. "Aber das lief je schon bei der Einweisung wie am Schnürchen", erklärt VSC-Präsident Jörg Weiser. "Der gemeinsame Tanz war ein Erlebnis, was es so wohl noch nie gegeben hat. Ich hoffe doch sehr, dass dieser Rekord sehr, sehr lange bei uns bleibt. So etwas muss man uns erst mal nachmachen."

Mike Tauchmann baut darauf, dass nun auch wieder die Veranstaltungen der Vereine angenommen werden. "Karneval ist bunt, groß, und er ist wieder da, und zwar für alle", sagte der Peniger.

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