86 Zentimeter

Warum Nepal und China sich auf eine neue Höhe des Mount Everest geeinigt haben

Während in Sachsen-Anhalt die Koalitionäre sich um 86 Cent zusätzlichen Rundfunkbeitrag streiten, haben sich im fernen Himalaya die Länder China und Nepal auf eine neue Höhe für den höchsten Berg der Erde geeinigt. Dabei ging es nicht um 86 Cent, sondern um genau 86 Zentimeter. So viel soll der Mount Everest, der auf der Grenze zwischen China und Nepal steht, höher sein: genau 8848,86 Metern.

Um die Höhe zu bestimmen, bestiegen Teams der beiden Länder den Berg. Oben maßen die Teams mit Winkelmessgeräten anhand von bereits bekannten Punkten im Tal und Geräten, die GPS-Signale empfangen. Das nepalesische Team war 2019 dort, als es einen Stau von Abenteurern in der sogenannten Todeszone gab. Das chinesische Team war in diesem Jahr auf dem Berg. Um auf den neuen offiziellen Wert zu kommen, gab es auch Messungen der Schwerkraft in der Umgebung des Everests und Berechnungen anhand von einem Computermodell. Denn die Satellitenmessung erfasst nicht direkt die Höhe über dem Meeresspiegel.

Der neue offizielle Höhenwert könnte sich übrigens nicht nur wegen genauerer Messmethoden geändert haben, sagt Christian Gerlach von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der zu Erdmessung und Glaziologie forscht. Die Höhe könnte sich auch tatsächlich geändert haben - etwa wegen eines Verschiebens tektonischer Platten, des starken Erdbebens von 2015 sowie wegen des Abschmelzens der Schneedecke oben auf dem Gipfel infolge des Klimawandels. (mit dpa)

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