Der Burger-Bote kommt

Warum eine große Fastfood-Kette ihre Produkte jetzt auch ausliefern will

Diese Nachricht ist für die Fans von Fastfood doch wie eine vorgezogene Weihnachtsbescherung: Nun muss man bald nicht mal mehr von der Couch aufstehen, um sich einen Big Mäc schmecken zu lassen: McDonald's will auf den Erfolgszug der Lieferdienste aufspringen und ein Stück vom Hamburger, pardon vom Kuchen abhaben.

Das ist, ganz nüchtern betrachtet, doch auch ganz logisch, denn nach Hause liefern lassen kann man sich heutzutage ja schon fast alle Dinge des täglichen Bedarfs: von Kleidung über Kosmetika bis eben zum Essen. Bei letzterem ist sicher der Pizzabote der bekannteste. Doch künftig steht dann also auch Ronald McDonald vor der Tür und bringt das Mc-Menü oder das Happy Meal direkt ins Wohnzimmer. Und setzt damit knapp ein halbes Jahrhundert nach dem Markteintritt in Deutschland das nächste Großprojekt um. Denn genau gestern vor 45Jahren, am 4.Dezember 1971, eröffnete das US-Unternehmen im Münchner Stadtteil Giesing sein erstes Restaurant. Die Kartoffeln für die Pommes wurden damals noch von Hand geschält.

Das ist heute nur noch schwer vorstellbar, bei deutschlandweit 1478 Restaurants mit rund 58.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund drei Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Damit führt McDonald's die Rangliste der deutschen Systemgastronomie seit vielen Jahren mit weitem Abstand an. Burger King als Nummer zwei der Branche kam bei bundesweit 700Restaurants zuletzt auf 840 Millionen Euro Umsatz.

Doch die beiden Ketten sind längst nicht mehr allein auf weiter Flur. Im Markt für das schnelle Essen mischen heute viele mit: Bäckereien, Tankstellen, aber auch Gastroketten wie Vapiano. Und so ist es nicht verwunderlich, dass neben dem Umbau von bestehenden Restaurants und der weiteren Expansion nun das Liefergeschäft ins Visier genommen wird. Während McDonalds noch testet, gehöre das bei Burger King in 100 Restaurants schon zum Standard, wie dessen Deutschland-Chef sagte. Es ist eben die neue Art von Essen auf Rädern: der Burger auf Rädern. (mit dpa) Dietmar Bartel

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