Tote bei Waldbränden im US-Staat Kalifornien

Zahlreiche Waldbrände wüten im Westen der USA, begünstigt durch Winde, hohe Temperaturen und ausgetrocknete Vegetation. Besonders hart trifft es den Ort Redding nördlich von San Francisco.

Sacramento/Washington (dpa) - Angesichts eines tagelang wütenden Waldbrands im Bundesstaat Kalifornien hat US-Präsident Donald Trump den Notstand erklärt. Für die Bekämpfung des Feuers werden Bundesmittel freigegeben, wie das Weiße Haus mitteilte.

So will die US-Regierung eine Katastrophe in dem nördlich gelegenen Shasta County verhindern. Die Brände haben bisher mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. In den Flammen des sogenannten Carr-Feuers nahe der Stadt Redding rund 350 Kilometer nördlich von San Francisco seien zwei Feuerwehrleute sowie drei Anwohner getötet worden, teilten Behörden am späten Samstagabend (Ortszeit) mit.

Fast 40.000 Menschen befänden sich in der Region derzeit auf der Flucht. Mehrere Personen galten als vermisst. In ganz Kalifornien waren mehr als 7000 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Waldbrände zu bekämpfen. Winde, hohe Temperaturen und die nach Jahren der Dürre ausgetrocknete Vegetation begünstigten das Ausbreiten der Flammen.

Allein für den Kampf gegen das «Carr»-Feuer waren mehr als 3400 Feuerwehrleute eingespannt. Die seit Montag um Redding wütenden Flammen hatten sich am Donnerstag dramatisch schnell ausgebreitet. Sie zerstörten bisher mehr als 500 Häuser und bedrohten weitere 5000 Gebäude in der waldigen Gegend nördlich der 90.000 Einwohner zählenden Stadt. Die Bewohner ganzer Stadtviertel sowie des nahe gelegenen Ortes Shasta Lake City wurden in Sicherheit gebracht.

Das «Carr»-Feuer erstreckte sich den Angaben vom Samstag zufolge auf einer Fläche von 33.000 Hektar (330 Quadratkilometer), das ist etwa halb so groß wie der asiatische Stadtstaat Singapur. Es hatte seine Größe damit in nur einer Nacht verdoppelt. Die Flammen seien lediglich zu fünf Prozent unter Kontrolle, teilte die staatliche Feuerbekämpfungsbehörde CalFire mit.

Ein anderer Brand, das «Ferguson»-Feuer rund 500 Kilometer südöstlich von Redding, erstreckte sich zuletzt auf 20.000 Hektar und war CalFire zufolge zu 29 Prozent unter Kontrolle. Es war das Feuer, das den Behörden am meisten Sorge bereitet hatte, bevor sich das «Carr»-Feuer so schnell ausbreitete.

Der Bundesstaat an der US-Westküste hat immer wieder mit Waldbränden zu kämpfen. Bei einer Serie von Buschfeuern im vorigen Oktober waren in Nordkalifornien mehr als 40 Menschen gestorben. Zeitweise waren damals 100.000 Menschen vor den Bränden auf der Flucht, nach Schätzungen wurden mehr als 9000 Gebäude zerstört.

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1Kommentare
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  • 1
    0
    aussaugerges
    31.07.2018

    Mein Beileid den Opfern.
    Aber das sind leider die Folgen der großen Freiheit.
    Im Wald bauen,keine Brandschneisen,keine Hydranten ,wie in Griechenland.

    Von den Umweltschäden noch keine Rede.



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